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Empfang in Mering

10.02.2019

Was Mering seinen Bewohnern bietet

In Mering fühlen sich Etienne Fankam und Nathalie Guechou mit ihrer Tochter Ngangoum wohl.
Bild: Peter Stöbich

Die Marktgemeinde stellt sich den Zuzüglern vor. Bei lockeren Gesprächen können sie Kontakte knüpfen und sich informieren.

„Bei uns können Sie was erleben“, sagte Bürgermeister Hans-Dieter Kandler gestern beim Neubürgerempfang in der Meringer Bücherei. Unter anderem nannte er die große 150-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr im Sommer und das geplante Konzert der Ersten Allgemeinen Verunsicherung am Badanger. Unter den mehr als hundert Vereinen in der Marktgemeinde wird es bald auch einen Musikverein geben (wir berichteten), sodass die neu Zugezogenen rasch Gleichgesinnte für ihr Hobby finden können.

Schwierige Suche nach einer Wohnung in Mering

Zu ihnen gehört auch André Riedel, der seit Mitte vergangenen Jahres in Mering lebt und jeden Tag mit dem Zug zu seiner Arbeit im Münchner Patentamt pendelt. „Es war gar nicht so einfach, eine Wohnung zu finden“, berichtete er, „ich musste rund vier Monate lang suchen.“ In Mering gefalle ihm unter anderem, dass der Ort überschaubar und vieles zu Fuß erreichbar sei.

In der Informationsbroschüre, die alle Gäste beim gestrigen Empfang bekamen, stellt Kandler fest, dass die Kommune trotz des starken Wachstums ihre Identität gewahrt habe. Dass sie sich im Rekordtempo entwickle, mache es für junge Familien nicht leicht, eine bezahlbare Bleibe zu finden. Weil die wenigsten Verwandtschaft im Ort haben, ist die Kinderbetreuung für sie ein wichtiges Thema.

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„In den vergangenen Jahren mussten wir die Kapazität ständig ausweiten“, berichtete der Bürgermeister. Kritik übte er an einer Vielzahl von erforderlichen Genehmigungen und Vorschriften; für die geplanten Hortplätze sei sogar ein kompliziertes, europaweites Ausschreibungsverfahren erforderlich gewesen. Beim Empfang sprach Kandler auch das Problem mit den zahlreichen Leerständen in der Gemeinde an. Die Debatte über Geschäftsschließungen werde aber mitunter scheinheilig geführt, „weil sich viele Leute vor Ort beraten lassen und dann doch lieber im Internet kaufen“. Wenn der Einzelhandel Bestand haben soll, dann müssten ihn die Kunden auch unterstützen.

Woran es im Einzelhandel krankt

Was es in der Gemeinde alles an Angeboten, Läden und Veranstaltungen gibt, müssen Etienne Fankam und seine Familie erst noch herausfinden. Sie kommen aus Kamerun und leben seit wenigen Monaten in Mering, wo es ihnen nach eigener Aussage gut gefällt. „Wegen meiner Arbeit in München bin ich auf die gute Zugverbindung angewiesen“, stellt Etienne fest.

Wie die anderen Neubürger konnte er sich gestern im zwanglosen Gespräch bei Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung über Freibad, Bürgernetz, Schulen und vieles mehr informieren und hilfreiche Kontakte für das Leben am Lech knüpfen.

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