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Friedberg

05.07.2020

Wechsel bei den Pallottinern in Friedberg

Wechsel bei den Pallottinern in Friedberg: Alexander Schweda (rechts) ist der neue Chefredakteur der Pallottiner-Zeitschriften. Die Patres Sascha-Phillipp Geißler (links) und Alexander Holzbach verlassen die Herzogstadt.
Foto: Heike John

Plus Pater Alexander Holzbach und Pater Sascha Philipp Geißler verlassen Friedberg. Das bedeutet auch für die Zeitschriften des Ordens einen Neuanfang.

Das Volksfest wird Pater Alexander Holzbach besonders vermissen, wenn er nach neun Jahren in Friedberg nun wieder in seine Heimat Limburg zurückkehrt. Denn in der Nachfolge des Zirkuspaters Heinzpeter Schönig hat der Pallottiner auch die Gottesdienste auf dem Festplatz gefeiert.

Die besondere Atmosphäre im Zelt begeisterte ihn und wenn die Band das Lied „Und dann die Hände zum Himmel“ anstimmte, fühlte sich auch Pater Holzbach wie im Himmel. „Denn das ist doch so ein katholisches Lied“, sagt er mit dem für ihn typischen Schmunzeln.

Im Rahmen einer kleinen Feier mit den Menschen, die mit ihm zusammenlebten und -arbeiteten, wurde Alexander Holzbach nun als Rektor der Hausgemeinschaft und Chefredakteur der Pallottiner-Zeitschriften „das Zeichen“ und „Pallottis Werk“ verabschiedet.

Ein großer Erzähler, dem bei seinen Veröffentlichungen und Predigten nie der Stoff ausging, so würdigte Provinzial Pater Helmut Scharler (links) den scheidenden Pater Alexander Holzbach.
Foto: Heike John

Pater Sascha-Philipp Geißler übernimmt Pfarrei in Hamburg

Mit ihm verlässt auch sein redaktioneller Stellvertreter Pater Sascha-Philipp Geißler Friedberg. Der 44-Jährige, der wie auch Pater Holzbach Mitglied der Provinzleitung ist, hatte als Wallfahrtsdirektor von Herrgottsruh erst kürzlich die Ehre, den neuen Bischof Bertram Meier einen Tag nach dessen Weihe zum Patronatsfest in Friedberg willkommen zu heißen. Nun wechselt der im Siegerland geborene Pater von der Herzogstadt in die Hansestadt Hamburg und übernimmt dort eine große Pfarrei.

„Hamburg Ahoi“ so lautet der Wortlaut des Abschiedsgutscheins für Pater Sascha-Philipp Geißler, der bei einer Bootsfahrt im dortigen Hafen seine neue Heimat kennenlernen soll.
Foto: Heike John

„Am anderen Ende von Deutschland, ganz oben auf der Karte“, wie Provinzial Pater Helmut Scharler bei der Abschiedsfeier erklärte. Der Corona-Pandemie sei es geschuldet, dass die Verabschiedung nur im kleinen Rahmen stattfinde, erklärte Provinzökonom Pater Rainer Schneiders. Feierlich war es dennoch, nicht zuletzt durch die musikalische Gestaltung mit Pianistin Mimi Park und Geiger Wilhelm Walz aus Augsburg. „Musik der ersten Liga“, wie Pater Alexander Holzbach den Beitrag des Duos aus Augsburg wertschätzte.

Er sei ein „Last-Minute-Typ“, sagt Pater Alexander Holzbach von sich selbst. Mit Zeitdruck sei er am kreativsten gewesen, so hielt der Chefredakteur der Pallottiner-Zeitschriften Rückblick. Erste journalistische Sporen verdiente er sich beim rheinischen Merkur in Bonn. In einem Rückblick auf die 30 Jahre des Schaffens von Pater Holzbach zeigte Provinzial Pater Helmut Scharler Bewunderung für Holzbachs Talent, locker, attraktiv und unterhaltsam zu schreiben und die Herzen der Menschen auch durch launige Predigten zu erobern. „Du bist ein großer Erzähler, dem nie der Stoff ausgeht“, stellte er fest.

Für Pater Holzbach geht es zurück nach Limburg

Der Westerwälder wird in seiner Heimat Limburg im Missionshaus der Pallottiner Abt und Hausvater sein, wie er sagt. Mit 66 Jahren noch mal was Neues anzufangen und nicht „am Stuhl zu kleben“, sei ihm wichtig, auch wenn der Abschied schwerfalle, betonte Pater Holzbach. „Neun Jahre in Friedberg haben mich verfriedbergt, jetzt geht es wieder zurück in den Taubenschlag im Kloster in Limburg.“

Um seine Nachfolge braucht ihm nicht bange zu sein. Sein Nachfolger als Rektor wird Pater Christoph Lentz, der seit 2016 Mitglied der Provinzleitung ist. Der gelernte Schreiner und Religionspädagoge wurde 2007 Pallottiner, empfing 2011 die Priesterweihe und gibt für den neuen Posten sein Amt als Novizenmeister auf. Nachfolger als Chefredakteur ist Alexander Schweda, der seit Anfang April auch die Öffentlichkeitsarbeit leitet. Der 52-jährige Friedberger hat seine ersten journalistischen Erfahrungen bei der Friedberger Allgemeinen gemacht, Germanistik und Theologie studiert und anschließend bei unterschiedlichen Medien gearbeitet.

Verabschiedung bei Festgottesdienst im September

Die Verbindung nach Friedberg wird für Pater Alexander Holzbach nicht abreißen. In seiner Funktion als Provinzrat wird er auch künftig den Sitz der deutsch-österreichischen Pallottinerprovinz regelmäßig besuchen. Und vielleicht kann er seine Termine ja auch so legen, dass der Volksfestbesuch möglich ist. Pater Sascha-Philipp Geißler wird erst im Oktober gen Norden ziehen. „Wenn Corona es zulässt, dann will ich mich am 20. September im Rahmen eines Festgottesdienstes in der Wallfahrtskirche Herrgottsruh von den Gläubigen in Friedberg verabschieden“, wünscht er sich.

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