Wo in Mering ein altes Einfamilienhaus mit Garten steht, bringt ein findiger Bauunternehmern schon mal eine Wohnanlage mit zehn Eigentumswohnungen unter. Mit Vorhaben dieser Art befasst sich der Bauausschuss in jeder Sitzung. Die Nachverdichtung verursacht einen Großteil des rasanten Einwohnerzuwachses in der Marktgemeinde. Das wird deutlich, wenn man sieht, dass Mering 1995 noch 11.500 Einwohner hatte, heute sind es rund 15.000. Dabei wurden in der Fläche 20 Jahre lang kaum Neubaugebiete ausgewiesen.
Bauträger machen Gewinne, Mering hat die Folgekosten
All diese Menschen, die in die zusätzlichen Wohnungen ziehen, haben Anforderungen an die Infrastruktur. Sie brauchen für ihre Kinder Betreuungsplätze und Freizeitmöglichkeiten. Das kostet viel Geld. Schon lange ist es den Meringer Kommunalpolitikern ein Frust, dass Bauträger mit ihren großen Wohnblöcken gute Gewinne machen, die Folgen jedoch der klammen Gemeinde auf die Füße fallen.
Die Spielplatzsatzung bietet hier zumindest für ein konkretes Aufgabenfeld die Möglichkeit, Investoren finanziell mit heranzuziehen. Wenn sie keinen eigenen Spielplatz schaffen, wofür auf den engen innerörtlichen Grundstücken oftmals gar kein Platz ist, müssen sie eine spürbare Ablösesumme zahlen. Damit kann die Kommune eigene Spielplätze errichten und instandhalten. Mering hat Recht, diese Möglichkeit zu nutzen.