Newsticker
EU-Parlament fordert Sanktionen gegen Altkanzler Schröder
  1. Startseite
  2. Friedberg
  3. Mering: Mering knüpft ein Netzwerk für Geflüchtete aus der Ukraine

Mering
11.05.2022

Mering knüpft ein Netzwerk für Geflüchtete aus der Ukraine

Die beiden Realschüler Emilia und Leo spielten beim Netzwerktreffen in der Meringer Mehrzweckhalle mit Kindern aus der Ukraine.
Foto: Simone Derakhchan

Bei dem Treffen in Mering erhalten die Menschen aus der Ukraine wichtige Informationen. Das Interesse an Deutschkursen war groß.

Unter dem Motto "Information und Begegnung" veranstaltete die Gemeinde Mering ein Netzwerktreffen für die Gastfamilien mit ukrainischen Flüchtlingen und die Hilfsorganisationen oder Ansprechpartner aus Ämtern.

Bürgermeister Florian Mayer informierte, dass in Mering 45 Personen privat untergebracht seien. Inzwischen sind auch in der Asylunterkunft in der Hörmannsberger weitere Geflüchtete eingetroffen. Es ist vorgesehen, dass nach und nach alle 160 Plätze für Ukrainer freigemacht werden.

Deutschkurse für Menschen aus der Ukraine starten diese Woche

Für eine Spieleecke, die Getränkeausgabe, Kaffee und eine riesige Auswahl an Kuchen sorgte der Katholische Frauenbund. Während die Kinder Spiele ausprobieren oder sich Geschenke aussuchen konnten, erkundigten sich ihre Mütter nach Deutschkursen, Sportstunden oder anderen Angeboten in der Marktgemeinde.

Bei dem Treffen stellte Mayer Bernd Bordon von der Verwaltung als Ansprechpartner in der Gemeinde und Simone Losinger von der Ausländerbehörde beim Landratsamt Aichach-Friedberg vor. Irina Gasi, deren Sohn in Mering lebt, übersetzte ins Ukrainische. "Auch die in Mering vertretenen Kirchen stehen den Geflüchteten hilfreich zur Seite", sagte er und nannte Pfarrer Florian Markter und Daniel Dambacher vom katholischen Pfarramt St. Michael und Alexandra Leimer von der evangelischen St.-Johannes-Kirche. Christine Walch vom Caritasverband Diözese Augsburg ist im Papst-Johannes-Haus für die Flüchtlings- und Integrationsberatung zuständig. In der Bürgermeister-Wohlgeschaffen-Str. 10 kann die Asylkoordinatorin der Gemeinde Maureen Lermer wichtige Auskünfte erteilen. Im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe kann Jutta Aichmüller vom Familienstützpunkt Süd in Kissing kontaktiert werden. Außerdem waren Ingrid Engstle von der Meringer Tafel und Nathalie Gronau vom Jugendzentrum anwesend. Ein Informationsblatt mit wichtigen Ansprechpartnern, wo sie sich befinden und wie sie erreichbar sind, lag bereits auf den Tischen aus. Es soll jedoch noch um weitere Personen ergänzt werden.

Gemeinde Mering gibt neue Broschüre raus

Deutschkurse könnten nach Auskunft von Ingo Reiser bereits ab dieser Woche angeboten werden. Das ehrenamtliche Team setzt sich aus acht Lehrkräften zusammen, die am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag jeweils 1,5 Stunden von 9 bis 10.30 Uhr und von 10.30 bis 12 Uhr durchführen könnten. Hierfür ist kein Antrag erforderlich. Anders ist es aber bei Integrationskursen, die Esther Maitz jeden Tag außer Freitag abhält. Sie finden jedoch nicht nur in Mering statt, sondern eventuell auch online in Augsburg oder Mering, und es sei mit einer Wartezeit zu rechnen, informierte sie. Über die hohe Nachfrage freue sie sich sehr, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer könnten sogar bis zum Sprachniveau B1 kommen.

Lesen Sie dazu auch

Eine neu aufgelegte Broschüre der Gemeinde Mering zeige alle Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung auf, informierte Bürgermeister Mayer und erwähnte das Freibad und den Skaterplatz. Er nannte auch den Sportverein Mering, der für die Ukrainer kostenloses Training in Fußball und Handball anbietet, und den Turnverein Mering mit vielen Angeboten. Der Besitzer des Langwiedhofs Martin Scherer habe ihm auch die Möglichkeit genannt, dass Familien mit Kindern auf seinem Hof ein paar unbeschwerte Stunden verbringen könnten. "In der Realschule, dem Gymnasium und den beiden Grundschulen sind schon Willkommensklassen eingerichtet worden. In den Kinderbetreuungseinrichtungen ist es dagegen nicht so einfach, weitere Plätze zur Verfügung zu stellen", informierte er. Er zeigte den Besuchern einen extra für die Kleinsten angefertigten Teddybär mit einem weißen T-Shirt und der Aufschrift "Ich bin aus Mering", den er im Anschluss selbst verteilte.

Bei einem Netzwerktreffen in der Mehrzweckhalle Mering für die ukrainischen Flüchtlinge verteilte Bürgermeister Florian Mayer einen extra für die Kinder bestellten Teddybären mit der Aufschrift "Ich bin aus Mering", die Schüler der Realschule Mering Emilia und Leo (Mitte) freuten sich auf die Übergabe der von einem Spendenbasar gekauften Spiele.
Foto: Heike Scherer

Um für die Kinder Spiele kaufen zu können, hatten die beiden Schüler Emilia und Leo aus der Realschule Mering einen Spendenbasar mit vielen Bastelarbeiten organisiert, die sie zwischen den Faschings- und den Osterferien angefertigt hatten. Spiele für verschiedenen Altersgruppen mit englischen und ukrainischen Anleitungen, aber auch Bildwörterbücher hatten sie für das eingenommene Geld besorgt und überreichten sie an der Spieleecke. Dort gab es auch Kuscheltiere, Buntstifte, Bälle und Rucksäcke, die die Gemeinde und die Raiffeisenbank Kissing-Mering gespendet hatten.

Informationsstellen

  • Markt Mering Einwohnermeldeamt 08233/3801-34/-35, ewo@mering.bayern.de
  • Simone Losinger Sachgebietsleitung Ausländer- und Personenstandswesen, Landratsamt Aichach-Friedberg, 08251/92-216, simone.losinger@lra-aic-fdb.de
  • Katholisches Pfarramt St. Michael, 08233Z74250, pfarramt@mitten-in-mering.de
  • Christine Walch, Flüchtlings- und Integrationsberatung, Caritasverband Diözese Augsburg, Papst-Johannes-Haus, Meringerzeller Str. 2, 0171-8355568, c.walch@caritas-augsburg.de
  • Maureen Lermer, Asylkoordinatorin der Gemeinde Mering, Bgm.-Wohlgeschaffen-Str. 10, 0171/1851590
  • Jutta Aichmüller, Familienstützpunkt Süd, Nelkenstr. 18, 86438 Kissing 08233/795177, familienstuetzpunkt-sued@kjf-kjh.de
  • Meringer Tafel und Kleiderladen Mering, Ingrid Engstle, Zettlerstr. 36, 08233/92985.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.