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Stiftung Warentest

30.06.2017

Mineralwasser-Test: Nur jedes dritte Wasser schneidet gut ab

Die Stiftung Warentest hat 30 Mineralwässer getestet und urteilt in seiner Juli-Ausgabe: "Nur 11 der 30 Medium-Wässer schneiden gut ab."
Bild: Roland Weihrauch, dpa (Symbolfoto)

Von wegen natürlich! Die Stiftung Warentest untersucht 30 Wässer - und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Welches Mineralwasser im Test wie abschneidet.

"Das reine Wunder der Natur", "Besondere Reinheit" oder schlicht: "Life". In der Werbung für Mineralwasser wimmelt es häufig von Überschwänglichem, und die Botschaft ist klar: Die Hersteller setzen ihre Produkte häufig mit einem Stück Natur gleich.

Eine Untersuchung der Stiftung Warentest nimmt diesen Begriffen jetzt ein Stück weit ihre Glaubwürdigkeit. Das Magazin hat 30 Mineralwässer getestet und urteilt in seiner Juli-Ausgabe: "Nur 11 der 30 Medium-Wässer schneiden gut ab."

Stiftung Warentest: Chrom in Netto-Wasser gefunden

Eine Ursache dafür: der Geschmack. Der leide vor allem unter den Kunststoffflaschen. Kunden sollten auf "untypisch fruchtige Noten" achten. Möglicherweise verberge sich dahinter Acetaldehyd, ein Stoff der bei der Herstellung des Kunststoffs PET entsteht und sich mit dem Mineralwasser mischen kann.

Außerdem fanden die Tester "unerwünschte Spuren aus Landwirtschaft, Industrie und Haushaltsabwasser". Daraus ergebe sich zwar kein Risiko für die Gesundheit - die Bezeichnung "natürliches Mineralwasser" stellen sie laut Testern aber infrage.

Kritischer sieht das bei einem Mineralwasser des Discounters Netto aus: Bei der Marke Naturalis entdeckte Stiftung Warentest "vergleichsweise viel krebserregendes Chrom" - allerdings nur in den Produkten aus der italienischen Fonte-Guizza-Quelle (siehe Verpackungsaufdruck). Mit 0,5 Mikrogramm Chrom je Liter liege das Wasser über dem Leitwert für Trinkwasser (0,3 Mikrogramm). Ein bedenklicher Wert, teilen die Tester mit. Sie sprechen auch von einem "geringen Gesundheitsrisiko". Das Mineralwasser landet mit der Note 3,7 auf dem letzten Platz.

Dieselbe Marke aus einer anderen Quelle schneidet hingegen besser ab: Naturalis aus dem Vitalbrunnen steht auf einem Platz im Mittelfeld (Note 2,5). Der Fall zeigt laut Stiftung Warentest: Verbraucher sollten bei Eigenmarken unbedingt auf die Herkunft achten.

"Gut&Günstig"-Mineralwasser scheidet gut ab

Als Testsieger mit den Noten 2,2 können sich die Wässer von Gut&Günstig (Edeka; Vitaqua-Quelle), Frankenbrunnen und Saskia (Lidl; Quelle in Wörth am Rhein) rühmen. Sei fallen beim geschmacklichen Urteil positiv auf, enthalten keine kritischen Stoffen und weisen keine oberirdischen Verunreinigungen auf.

Auf den letzten Plätzen finden sich neben Schlusslicht Naturalis (Fonte-Guizza-Quelle) die Wässer Surf (Norma; Vitaqua Quelle), Real Quality (Bergquelle), Tip (Real) und Vilsa Brunnen (alle mit der Note 3,5). Sie schmeckten den Testern unter anderem zu bitter, zu sauer oder zu süßlich.

Die Noten der Stiftung Warentest für verschiedene Medium-Mineralwässer:

Platz Produkt Quelle Note
1. Gut&Günstig (Edeka) Vitaqua-Quelle 2,2
  Frankenbrunnen - 2,2
  Saskia (Lidl) Saska-Quelle (Wörth am Rhein) 2,2
4. Gerolsteiner - 2,3
5. K-Classic (Kaufland) Noe-Quelle 2,4

...

26. Surf (Norma) Vitaqua-Quelle 3,5
  Real Quality Bergquelle 3,5
  Tip (Real) Erbeskopf-Quelle 3,5
  Vilsa Brunnen - 3,5
30. Naturalis (Netto) Fonte Guizza Quelle 3,7

axhe

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28.06.2017

Wer kauft schon ungesundes "Mineral"wasser mit Kohlensäure oder ohne.

Reinstes Wasser, das dem Lymphwasser im Körper gleicht, kann man nur nach einem jahrtausendealten jüdischen Rezept herstellen.

Man nehme einen oder zwei ca. 4-Liter Behälter, fülle diese mit Leitungswasser, stelle diese in eine dunkle Ecke der Wohnung und decke sie mit einem sauberen Spültuch ab. Nach 10 - 12 Stunden haben sich alle Schweb- und Schadstoffe zum Boden gesenkt. Man schöpfe nun mit einem Schöpflöffel das Wasser vorsichtig in bereitgestellte Kannen ab, ohne das das Wasser in Bewegung kommt, sonst fängt die Gährung des Wassers wieder an, Fertig ist der Tagesvorrat reinstens ! Brunnenwassers.

Zu beachten gilt noch, die Behältnisse nach Gebrauch mit einem nur für diese Zwecke sauberem Schwamm und heißem Hahnenwasser auszuspülen, da man sonst nach ein paar Tagen den farbigen "Unrat" auch aus dem Leitungswasser der SWA mittrinkt.

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