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Lebensmittel-Rückruf

10.08.2018

Salmonellen! Nächster Discounter ruft Bio-Eier zurück

Die Firma Eifrisch ruft Eier des Lieferanten Bio-Eierhof Papenburg zurück. Betroffen sind etliche Discounter und Supermärkte.
Bild: LIDL/obs (dpa)

Wegen möglicher Salmonellen hat jetzt auch Netto Bio-Eier aus den Regalen genommen. Zuvor gab es bereits Eier-Rückrufe bei Real, Aldi, Penny, Lidl und Kaufland.

Auch der Discounter Netto hat wegen Salmonellengefahr Bioeier aus den Regalen genommen. Die Firma Eifrisch warnt vor dem Verzehr von Eiern aus Zehner-Packungen der Marke BioBio mit der Printnummer 0-DE-0359721, wie am späten Donnerstagabend auf dem Portal lebensmittelwarnung.de bekannt gegeben wurde.

Es gehe dabei um Eier der Gewichtsklasse XL mit den Mindesthaltbarkeitsdaten vom 23. bis 26.08.2018. Die Eier stammen vom Lieferanten Bio-Eierhof Papenburg und seien von Netto in Bayern verkauft worden.

Bereits am Mittwoch war eine Warnung vor dem Verzehr von Eiern derselben Charge von den Supermarktketten Real, Aldi Süd, Penny, Lidl und Kaufland veröffentlicht worden.

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Salmonellen sind Bakterien und verursachen beim Menschen Margen-Darm-Erkrankungen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts treten Erkrankungen als sporadische Fälle, als gehäufte Fälle zum Beispiel in Familien oder als größere Ausbrüche auf. Wenn es mehrere Einzelerkrankungen in bestimmten Regionen gibt, könne das auf eine Gruppenerkrankung mit gemeinsamer Infektionsquelle hindeuten. Salmonellen-Erkrankungen müssen gemäß des Infektionsschutzgesetzes gemeldet werden.

Todesfälle sind dem Institut zufolge in Deutschland selten. Allerdings können Salmonellen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Verbraucher, die die Eier bereits gekauft haben, können sie in den Filialen zurückgeben und sich den Kaufpreis erstatten lassen.

Salmonellen bei Eiern: Rückrufe sind gar nicht so selten

Erst Anfang Mai hatte es einen groß angelegten Rückruf von Eiern gegeben, die unter Salmonellen-Verdacht standen. Damals hatte die Waiblinger Firma Inter-Ovo vorsorglich Eier vom Markt genommen, die möglicherweise verseucht waren. Auch in diesem Fall waren große Supermarktketten und Discounter betroffen  - beispielsweise Norma, Rewe, Netto, Penny und Edeka.

Normalerweise reagieren Einzelhändler bei derartigen Rückrufen sehr unbürokratisch und erstatten den Kaufpreis ohne jede Diskussion - auch ohne Kassenzettel. (AZ, dpa)

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