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Heizenergie

17.04.2019

So lässt sich bei Warmwasser im Eigenheim Geld sparen

Heißes Wasser für Bad und Küche hat einen großen Teil am Heizenergieverbrauch. Zeitschaltuhren können Energie und Geld sparen.
Bild: lexuss, stock.adobe.com

Wasser zu erhitzen, verschlingt in einem Haushalt einen großen Teil der Energie. Dabei lässt sich mit kluger Technik Geld sparen. Wie das gelingt.

Nicht nur Mehrfamilienhäuser, sondern auch große Einfamilienhäuser mit Zentralheizungen haben oft Zirkulationsleitungen für Warmwasser. Eine Zirkulationspumpe lässt das heiße Wasser zwischen dem Warmwasserspeicher und den Zapfstellen zirkulieren. Das sorgt dafür, dass aus Dusche und Wasserhahn sofort heißes Wasser kommt.

Dieser Komfort verbraucht allerdings rund um die Uhr Strom und Heizenergie. Denn die Wärmeverluste durch eine regelmäßige Zirkulation des Warmwassers, dessen Temperatur in Ein- und Zweifamilienhäusern aus Hygienegründen mindestens 50 Grad Celsius betragen sollte, sind beträchtlich. Die Zirkulationsverluste können bei guten Effizienzhäusern einen größeren Anteil am gesamten Heizenergieverbrauch eines Hauses ausmachen.

Mit einer Zeitschaltuhr lässt sich Geld sparen

Dabei gibt es durchaus Einsparmöglichkeiten – zum Beispiel mithilfe von Zeitschaltuhren, die heute in den meisten Warmwasserzirkulationspumpen eingebaut sind. Damit lässt sich nämlich die Zirkulationspumpe auf den individuellen Tagesablauf anpassen – damit sie nur dann arbeitet, wenn auch tatsächlich warmes Wasser verbraucht wird.

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Moderne Zirkulationspumpen besitzen eine Thermostatregelung, die über einen Sensor an der Warmwasserleitung sofort erkennt, wenn warmes Wasser gezapft wird und dann die Pumpe einschaltet.

 Darüber hinaus speichert eine intelligente Elektronik die Hauptnutzungszeiten ab. Während dieser Zeiten wird die Pumpe in Betrieb gesetzt. Generell geht der Trend bei den Zirkulationspumpen genau wie bei den Heizungsumwälzpumpen zu besonders stromsparenden Modellen.

Auf das Zirkulationssystem kann verzichtet werden

Wer ein Haus neu baut oder ein altes komplett saniert und die Warmwasserleitungen neu verlegt, der sollte auf jeden Fall prüfen, ob er nicht ganz auf die Zirkulationsleitungen verzichten kann. Sind die Leitungswege zu den einzelnen Zapfstellen kurz, ist das möglich.

Laut Gesetzgeber darf allerdings aus Gründen der Wasserhygiene nur dann auf ein Zirkulationssystem verzichtet werden, wenn der Wasserinhalt in der Leitung zwischen Warmwasserspeicher und der Zapfstelle, die am weitesten vom Speicher entfernt ist, weniger als drei Liter beträgt – was bei Standardrohren von 18/15 Millimeter Durchmesser etwa 15 bis 20 Meter Rohrleitung entspricht.

Werden die Bäder und die Küche nahe beim Technikraum platziert, sollte das in einem Einfamilienhaus auf jeden Fall möglich sein. Hier ist der Architekt oder Planer gefragt.

Übrigens: Mit dem Verzicht auf eine Zirkulationsleitung spart man sich nicht nur viel Energie, sondern auch Installationskosten, weil weniger Rohrleitungen verlegt werden müssen. Einen Komfortverlust muss man nicht fürchten: Aufgrund der kurzen Leitungswege, dauert es nicht lange, bis warmes Wasser aus dem Hahn oder aus der Dusche kommt.

Zum Autor: Martin Sambale ist Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu, kurz eza!

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