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Stiftung Warentest
28.01.2020

Passwort-Manager im Test: Ein kostenloses Programm überzeugt

Ein sicheres Passwort zu erstellen ist kompliziert. Passwort-Manager können dabei helfen, und die Kennwörter auch gleich verwalten.
Foto: Jens Büttner, dpa (Symbolbild)

Passwort-Manager können dem Benutzer viel Arbeit abnehmen. Die Stiftung Warentest hat getestet, welche Programme sich gut eignen - und welche weniger.

123456, viermal 0 oder das Geburtsdatum: Bei der Wahl des Passworts fürs Handy oder den E-Mail-Zugang sind viele bequem. Passwörter sollen ja leicht zu merken sein. Große Sicherheit bieten sie in diesem Fall aber nicht.

Passwort-Manager im Test: Nur drei schnitten "gut" ab

Abhilfe schaffen können Passwort-Manager. Sie sorgen einerseits dafür, dass die Passwörter komplex genug sind. Andererseits nehmen sie uns die Aufgabe ab, sich die verschiedenen Zahlen-Buchstaben-Kombinationen merken zu müssen.

Doch welches Programm bietet tatsächlich am meisten Sicherheit? Die Stiftung Warentest hat 14 Programme getestet - und nur drei von ihnen schnitten "gut" ab.

Alle getesteten Programme sind in einer Grundfunktion kostenlos verfügbar. Wer die Passwort-Hilfe aber am PC und am Smartphone nutzen will, braucht häufig ein Abo.

Ein kostenloser Passwort-Manager gehört zu den besten

Das teuerste Jahres-Abo kostet 40 Euro, zwei der getesteten Angebote sind sogar kostenlos. Neben den Programmen hat Stiftung Warentest auch die Passwort-Manager von drei Internetbrowsern getestet.

Dabei haben die Tester aber auf eine Bewertung verzichtet, weil sich die Passwort-Funktionen nicht ausreichend von den restlichen Features des Browsers trennen lassen. Einen Nachteil bringt dieses Angebot aber mit: Wer einen Passwort-Manager eines Browsers nutzt, muss zum Surfen auch immer den gleichen verwenden.

Am besten hat Stiftung Warentest "Keeper Security" mit der Gesamtnote 2,4 bewertet. Das Programm kostet im Jahres-Abo 30 Euro, die mobile App dazu ist kostenlos. Ähnlich wie "1Password" auf dem zweiten Platz überzeugt das Programm bei den Sicherheitsfunktionen. Die Anforderungen an ein Masterpasswort, also das Kennwort, mit dem man die App kontrolliert, sind sehr hoch. Auch bei der automatischen Passwortgenerierung überzeugen die beiden Programme.

Insgesamt schneiden in diesem  beinahe alle Programme mit "sehr gut" oder "gut" ab, einzig SafeIn bekommt ein "befriedigend". Insgesamt ist "SafeIn" mit einer Note von 3,7 der am schlechtesten bewertete Passwort-Manager, der von Stiftung Warentest getestet wurde.

Passwort-Manager: Gebrauchsanleitungen überzeugen nur selten

Großes Manko bei fast allen Passwort-Managern ist die Bedienungsanleitung, die häufig nur in Englisch verfügbar ist. Auch die Nutzungsbedingungen sind bei den meisten Anbietern mangelhaft, weil sie nur in Englisch vorliegen. Insgesamt gilt in jedem Fall, dass das Einrichten des Passwort-Managers Zeit braucht.

Nutzer müssen sich zunächst eine Liste mit ihren wichtigen Online-Konten machen und dann mit dem Manager für jedes Portal ein neues Passwort einrichten. Problematisch ist auch, dass sich der User vom Passwort-Manager abhängig macht. Denn die Online-Plattformen sind dann nur noch über Geräte verfügbar, auf denen der Manager eingerichtet ist.

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