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Kreislaufschwäche

17.11.2020

Ursachen und Symptome: Was tun bei einem Schwächeanfall?

Wer einen Schwächeanfall erleidet, sinkt in der Regel erst einmal zu Boden.
Bild: imago stock&people

Was tun bei einem Schwächeanfall? Ein Mediziner erklärt, was bei Kreislaufschwäche mit dem Körper passiert, was die Ursachen sind und wie man vorbeugen kann.

Zittrige Hände, schwarzes Flimmern vor den Augen, wackelig auf den Beinen - das ist in der Regel ein Schwächeanfall. Oft geht es Betroffenen bereits nach wenigen Minuten besser. Dennoch sollte Kreislaufschwäche nicht unterschätzt werden - und ihr vorzubeugen kostet wenig Mühe, wie ein Facharzt für Allgemeinmedizin aus  Augsburg erklärt.

Ursachen und Symptome: Wie äußert sich ein Schwächeanfall?

Einen Schwächeanfall erleiden meist gesunde, jüngere Menschen. "Wer morgens zu schnell aufsteht, sich zu schnell bückt oder umdreht, kann schon einmal ein Flimmern vor den Augen haben - das sind die ersten Anzeichen", sagt der Arzt. Aber auch gestresste, übermüdete Menschen sind gefährdet. Ebenso können Temperaturschwankungen unser Immunsystem durcheinanderbringen und einen Schwächeanfall auslösen,

Häufiger betroffen seien Menschen, die ohnehin an niedrigem Blutdruck leiden. Besonders an heißen Sommertagen ist hier Vorsicht geboten.

Die Symptome eines Schwächeanfalls variieren: Ein Flimmern oder gar Schwärze vor den Augen, lautes Herzklopfen, Rauschen in den Ohren, zittrige Glieder ebenso wie Schwindel und Übelkeit- die Liste ist lang und von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Kreislaufschwäche: Das passiert mit dem Körper beim Schwächeanfall

Während eines Schwächeanfalls gibt es eine kurzzeitige Mangelerscheinung in den Blutgefäßen."Der Blutdruck ist für kurze Zeit so niedrig, dass das Blut nicht schnell genug durch die Gefäße fließt - und dann legt's einen nieder." Doch nur weil der Körper in dem Falle weniger durchblutet wird, sei das noch keine Durchblutungsstörung. "Solche Schwächeanfälle sind meistens kein Anlass zur Sorge. Der Körper hat ein schnelles Regulationsprogramm und sorgt schon selbst dafür, dass es mit der Blutversorgung bald wieder aufwärtsgeht", erklärt der Arzt. Das sei auch der Grund, warum man bei einem Schwächeanfall meist zu Boden geht: Der Körper manövriert sich selbst in die Horizontale, sodass das Blut wieder regelmäßig fließen kann.

Wer vorerkrankt oder bereits im fortgeschrittenen Alter ist, kann jedoch nicht ausschließen, dass solche Schwindelanfälle ernstere Hintergründe haben. In diesen Fällen ist ein Arztbesuch dringend ratsam.

Schwächeanfall: Was tun?

Wer einen akuten Schwächeanfall erleidet, lässt den Körper am besten den ersten Schritt machen: Meist sinken Betroffene automatisch zu Boden. Wer dann noch die Beine hochlegt und somit die Durchblutung weiter anregt, sei bereits auf dem Wege der Besserung, meint Beck. Auch kühle Luft könne helfen, ebenso wie Hemdkragen oder Ähnliches geweitet werden sollten. Optimal seien in diesem Moment schnell wirksame Kohlenhydrate und Glucose, wie zum Beispiel in Apfelsaft enthalten.

Vorbeugend gilt: Viel Trinken und regelmäßige Bewegungen sind das A und O. "Sportliche Betätigung hält das Immunsystem in Schuss und ein Besuch in der Sauna dann und wann regt die Wechselreize an und kann ebenfalls vorbeugend wirken", empfiehlt der Arzt. Auch in Sachen Ernährung weiß er Rat: Mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag seien besser, als den Körper über Stunden hinweg auf eine voluminöse Mahlzeit warten zu lassen. (mit sge)

Mehr hilfreiche Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Gesundheit.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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