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Test

08.06.2020

Asphalt-Cowboy und Abenteuer: Der Jeep Cherokee kann beides

Flotter auf Schotter: der geliftete Jeep Cherokee des Modelljahres 2019.
4 Bilder
Flotter auf Schotter: der geliftete Jeep Cherokee des Modelljahres 2019.
Bild: Fiat Chrysler Automobiles

Der Jeep Cherokee sieht nicht nur so aus, als fühlte er sich in der Pampa wohl – er tut es, wie unser Test beweist. An Bord: der größere Diesel. 

Die meisten Mittelklasse-SUVs sehen zwar so aus, als könnten sie auch im Gelände ihren Mann stehen. Aber wenn es zum Schwur kommt, bleiben viele dieser Möchtegern-Abenteurer hängen – im Schlamm, in der Furche, an der Steigung. Nicht so die Ur-Geländewagen-Marke Jeep, deren Fahrzeuge in der Pampa auch halten sollen, was ihre Outdoor-Optik verspricht.

„Asphalt ist erst der Anfang“

Wie heißt es so schön in der Broschüre des Jeep Cherokee? „Asphalt ist nur der Anfang“. Dabei macht der Wagen selbst auf dem Boulevard eine gute Figur. Die jüngsten Retuschen haben dem Klassiker gutgetan. LED-Schweinwerfer und in ein LED-Lichtband gehüllte Bremsleuchten beamen ihn in die Moderne. Das typische Wasserfall-Design an der Front wurde so geschickt modifiziert, dass es nun eher in die Breite als in die Höhe geht. Auch das Heck kommt weitaus muskulöser daher.

Schön, dass die Passagiere davon auch platzmäßig etwas haben: Im Fond sitzt es sich für die Klasse recht großzügig; das Gepäckabteil fasst stolze 570 Liter. Unbedingt zu empfehlen (und in der getesteten Ausstattung „Limited“ bereits enthalten): die elektrisch betriebene Heckklappe, die sich per Fuß-Kick bedienen lässt – so müssen sich die Damen und Herren Offroader nicht die Hände schmutzig machen.

Asphalt-Cowboy und Abenteuer: Der Jeep Cherokee kann beides

Jeep Cherokee: Allradantrieb mit Gelände-Untersetzung

Wie oft die Straße tatsächlich gegen die Piste getauscht wird, steht in den Sternen. Vielen Cherokee-Besitzern dürfte das Gefühl genügen, dass sie könnten, wenn sie wollten. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, bietet sich natürlich der Allradantrieb an – und zwar in der zweiten Ausbaustufe („Jeep Active Drive 2“) mit integrierter Geländereduktion, die beispielsweise im Zugbetrieb – 2494 kg kann der Cherokee an den Haken nehmen – wertvolle Dienste leisten kann.

So viel verbraucht der Jeep Cherokee

Motorseitig bleibt für diese Art Auto der Selbstzünder fast alternativlos. Aus 2,2 Litern Hubraum generiert der Vierzylinder 195 PS und 450 Newtonmeter – ein ruppiger Allerweltsdiesel, aber das passende Triebwerk für den Cherokee, der sich damit einigermaßen flott und komfortabel bewegen lässt, insbesondere dann, wenn die Neungang-Automatik an Bord ist. Karosserieform, Allradantrieb und Automatik wirken sich naturgemäß auf den Spritkonsum aus. Über real 8,3 Liter, wie im Test gezeigt, kann man aber nicht wirklich meckern.

Jeep Cherokee: technische Daten

  • Spezifikation: Jeep Cherokee 2.2 Multijet II 143 kW Limited
  • Hubraum: 2174 ccm
  • Leistung: 195 PS bei 3500/min
  • Drehmoment: 450 Nm ab 2000/min
  • Länge/B./H.: 4,65/1,86/1,71 m
  • Leergewicht/Zuladung: 2013/481 kg
  • Anhängelast gebremst: 2494 kg
  • Kofferraum: 570 – 1267 l
  • 0 – 100 km/h: 8,8 s
  • Top-Tempo: 202 km/h
  • Normverbrauch: 6,9 l Diesel
  • CO2-Ausstoß: 179 g/km
  • Energieeffizienzklasse: B
  • Preis ab: 47.500 Euro

Wer A sagt, sollte auch B sagen, und sich neben dem erwähnten Top-Antriebsstrang die Linie „Limited“ gönnen. Sie umfasst dann ab 47.500 Euro unter anderem Apple Car Play beziehungsweise Android Auto, schöne 18-Zöller sowie Ledersitze. Ein Muss für Jeep-Fans: Das riesige Glas-Schiebedach (1490 Euro Aufpreis). Damit lässt sich der Cherokee praktisch offen fahren – für ein bisschen Abenteuer selbst auf Asphalt.

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