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Neuvorstellung

25.02.2019

Der neue Mazda3 will mit Emotionen punkten

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4 Bilder
Weniger ist mehr: Das Design des neuen Mazda3 kommt ohne Schnörkel aus.
Bild: Reinhold Radloff

Mazda will mit seinem 3er in das Premiumsegment aufsteigen. Dafür setzen die Japaner beim Fahrer an. Eine erste Fahrt.

Dass die Japaner viel für Extravaganz und Gefühl übrig haben, ist bekannt. Deshalb setzt Mazda jetzt auch bei der Neukonstruktion des Madza 3 weniger auf kühle Zahlen als auf Emotionen. Und diese haben zusätzlich den Vorteil, dass sie für den Fahrer wichtig sind, denn der Cockpit-Bereich ist ganz auf ihn und sein Wohlgefühl zugeschnitten.

Der Mensch, so behaupten die Mazda-Entwickler, habe bei der völligen Neuentwicklung des Mazda3 im Vordergrund gestanden. Deshalb erzählen sie viel beispielsweise über Haptik, über angenehme Materialien im Innenbereich. Sie fühlen sich tatsächlich weich und handschmeichelnd an und sehen dabei auch noch gut aus. Zusätzlich wurde viel Wert auf Geräuschreduzierung und ein gutes Soundsystem im Wagen gelegt. Beides ist den Technikern gut gelungen. Und: Das Cockpit wurde ganz auf die Belange und Wünsche des Fahrers ausgerichtet. Alles ist gut erreichbar, übersichtlich angeordnet und meist intuitiv bedienbar, einschließlich der beiden sieben und 8,8 Zoll großen Displays.

Head-Up Display serienmäßig im neuen Mazda3

Obendrauf gibt es ein drittes, das Head-up-Display, das, unüblich ich der Kompaktwagen-Klasse, serienmäßig vergebaut ist. Apropos Serie: da ist der Japaner hervorragend ausgestattet und die Aufpreisliste ist ebenso interessant wie überschaubar. Während der Fahrer ein Wohlgefühl auf seinem „Arbeitsplatz“ empfindet, werden die Fondpassagiere ihren Sitzplatz trotz genügend Bein- und Kopffreiheit nicht so sehr lieben, denn der Blick nach draußen ist dank kleiner Seitenfenster nicht gerade üppig. Und wer den Kofferraum häufig nützt wird die hohe Ladekante und, nach dem Umklappen der Rücksitze, die unebene Ladefläche nicht so sehr schätzen.

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Für viele dürfte allerdings der Kofferraum weniger wichtig sein als das Fahrverhalten des Mazda3. Und das ist wirklich gut. Der über die Vorderachse angetriebene Wagen reagiert präzise, macht in Kurven viel Spaß und lässt irgendwie ein BMW-Feeling aufkommen.

Der Mazda3 ist nicht gerade übermotorisiert

Die beiden zum Verkaufsstart verfügbaren Motoren agieren angenehm leise und durchzugsstark, auch wenn das Auto damit nicht gerade übermotorisiert wirkt. Der 122 PS Benziner und der 116 PS Diesel ermöglichen keine Höchstgeschwindigkeit jenseits der 200 Stundenkilometer und beschleunigen nicht extrem, aber gleichmäßig.

Interessant sind sie trotzdem: Der 2,0 Liter Benzinmotor, ist sowohl mit einer Zylinderabschaltung als auch mit einem Mild-Hybrid-System zur Reduzierung der Spritkosten und zur Verbesserung der Beschleunigung ausgestattet. Außerdem benötigt der Diesel kein Adblue, also keine aufwendige Abgasreinigung mit SCR-System. Er erfüllt aber ebenso die Euro-6d-Temp-Norm wie der Benziner, der ohne zusätzlichen Benzin-Partikelfilter auskommt. Ein noch innovativeres und stärkeres Aggregat, der Skyactiv X, soll Mitte des Jahres kommen und eine Weltneuheit werden: Als bisher einmalig bezeichnet Mazda den Benziner, der eine Kompressionszündung wie ein Diesel erhält und dadurch ein Rekord-Verdichtungsverhältnis von 16,3:1 schafft. Rund 190 PS werden ebenso anvisiert wie gut 20 Prozent weniger Spritverbrauch gegenüber dem kleineren Bruder.

Mazda3: technische Daten und Preis

  • Spezifikation: Mazda 3 Skyactiv-G 2,0 M Hybrid
  • Hubraum: 1998 ccm
  • Leistung: 122 PS bei 6000/min
  • Drehmoment: 213 Nm bei 4000/min
  • Länge/B./H.: 4,46/1,79/1,43 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1350/594 kg
  • Anhängelast gebr.: 1300 kg
  • Kofferraum: 358 – 1026 l
  • 0 – 100 km/h: 10,4 s
  • Top-Tempo: 197 km/h
  • Normverbrauch: 5,2 l Super
  • CO2-Ausstoß: 119 g/km
  • Abgasnorm: Euro 6d-TEMP
  • Preis ab: 22.990 Euro

Alle drei Motoren sind mit Sechsgang-Automatik erhältlich, die allerdings nicht gerade sehr sparsam ist: Sie gönnt sich laut Mazda-Angaben rund einen halben Liter mehr Benzin oder Diesel. Ergänzt wird die Palette des Mazda3 Mitte des Jahres durch eine viertürige Limousine (Fastback) und Allradantriebe.

Das Design des Mazda3 kommt ohne Schnörkel aus

Äußerlich kommt die neueste Mazda-Entwicklung grundsätzlich schnörkellos daher. Der 3er zeigt nicht nur viele glatte und relativ große Lackflächen, sondern vor allem eine prägnante Front. Sie beinhaltet für die Insassen und die eventuellen Unfallgegner mehr Sicherheit, ist unverwechselbar Mazda und soll schon bald auf die gesamte Modellpalette übertragen werden.

Wer bei einer völligen Neuentwicklung des Mazda3 damit gerechnet hat, dass es ihn eventuell auch schon vollelektrisch gibt, der wird zunächst enttäuscht. Doch 2020 will der japanische Autohersteller seinen ersten Stromer vorstellen.

Mazda hat sich vorgenommen, in den Bereich der Premium-Hersteller vorzustoßen. Ein erster Schritt könnte mit dem Dreier gelungen sein. Denn Gefühl und Extravaganz sind auch beim Kunden ein Teil der Kaufentscheidung.

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