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Ausflugstipp

15.12.2020

Auf Kneipp-Tour unterwegs in Stephansried - eine Wanderung

Mehr als Wassertreten: Der Kneippweg durchs Unterallgäu ist 50 Kilometer lang.
Bild: Beitlich-Hefele

Der Schulweg des Wasserdoktors Sebastian Kneipp führte einst von Stephansried zu Fuß nach Ottobeuren. Auf dem Kirchweg läuft man auf seinen Spuren.

Nächstes Jahr feiert das ganze Unterallgäu und eine überzeugte Anhängerschaft seinen 200. Geburtstag. Doch Ruhm und Ehre waren Sebastian Kneipp nicht in die Wiege gelegt. Im Weiler Stephansried nahe Ottobeuren kam er als Sohn einer armen Weberfamilie zur Welt. Den Besuch des Gymnasiums und das Studium ermöglichte ihm ein Kaplan aus Bad Grönenbach.

Stephansried, Grönenbach, Ottobeuren, Bad Wörishofen – alles Stationen auf einem Lebensweg, der ebenso schwierig wie fantastisch war. Denn dieser arme Webersohn wurde als Wasserdoktor weltberühmt und seine ganzheitliche Naturheillehre ist heute aktueller denn je. Zu den fünf Säulen, auf denen sie fußt, gehört neben Wasser, Pflanzen, Ernährung und innere Ordnung auch die Bewegung.

Der ganze Kneipp-Wanderweg ist 50 Kilometer lang

Am besten in der freien Natur. Zum Beispiel auf dem Kneipp-Wanderweg, der auf 50 Kilometern durch das hügelige Unterallgäu verläuft. Es müssen ja nicht gleich alle 50 Kilometer sein. Wie wäre es mit der kurzen Etappe von Stephansried nach Ottobeuren? Kneipps Geburtshaus ist zwar abgebrannt, aber Bad Wörishofen hat im Gedenken an den Mann, der das Kuhdorf zum Kurort gemacht hat, auf dem Grundstück einen Obelisken als Denkmal hingestellt.

13,3 Kilometer musste der junge Kneipp einst laufen, um zu der prächtigen Basilika von Ottobeuren zu gelangen. Querfeldein über Klosterwald, Eggisried und durch das Günztal. Für heutige Freizeitwanderer ist das nur ein sanftes Auf und Ab, das in knapp vier Stunden leicht zu bewältigen ist und die Ausdauer mit schönen Ausblicken in die Natur ringsumher bis zu den Allgäuer Bergen belohnt.

1200 Engel in der Basilika von Ottobeuren

Und dann erst Ottobeuren mit seiner barocken Basilika! Überall Engel, kleine und große, pausgesichtige und strenge, 1200 an der Zahl. Hier muss sich der kleine Sebastian wie im Himmel gefühlt haben.

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