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14.02.2019

1000 Schulen für die Welt

Gewerkschaft fordert Beteiligung des Kreises

Der Landkreis Günzburg und seine Gemeinden sollen eine Beteiligung am Projekt „1000 Schulen für die Welt“ prüfen. Diesen Appell beschloss der DGB-Kreisvorstand auf Anregung von Brigitte Gall-Koblofsky, die die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im DGB-Kreisvorstand vertritt. DGB-Kreisvorsitzender Werner Gloning unterstützt das Projekt, weil sich dabei der Vorsatz „Global denken – lokal handeln“ gut in die Praxis umsetzen lässt. Dadurch könne ein kleiner, aber wertvoller Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen geleistet werden.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Landkreistages, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Schirmherr ist der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Gerd Müller.

Die Gemeinschaftsinitiative will mit Spenden von Bürgern und der lokalen Wirtschaft den Bau von insgesamt 1000 Schulen in Afrika, Asien und Südamerika ermöglichen. Die Grundidee stammt aus dem Landkreis Donau-Ries und wird von diesem seit einiger Zeit erfolgreich umgesetzt. Andere Landkreise, jüngst auch der Landkreis Neu-Ulm, haben sich der Initiative angeschlossen. Es stünde unserem Landkreis und seinen Gemeinden „gut zu Gesicht“, so die ver.di-Vertreterin im DGB-Kreisvorstand, Helga Springer-Gloning, mitzumachen.

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Weiteres Schwerpunktthema der Sitzung war bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Günzburg. Stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Gabi Brenner wunderte sich über die widersprüchlichen Aussagen aus dem Landratsamt. Der Sprecher des Landratsamtes und die beteiligten Sozialarbeiterinnen berichten von einer großen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, die nicht bedient werden kann. Dies sei eine Rückmeldung, die sie im betrieblichen Alltag auch aus dem Kollegenkreis bekomme. Auf der anderen Seite vertrete der Leiter des Jobcenters beim Landratsamt im gleichen Presseartikel die Auffassung, dass es im Landkreis keinen Mangel an günstigen Wohnungen gibt. Dieser Widerspruch muss im Interesse der Betroffenen schnell aufgeklärt werden, so Brenner. Wenn die eine Seite nicht wisse, was die andere meine, sei zielgerichtetes Handeln schwierig.

Wolfgang Neugebauer von der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt (IGBAU) regte an, ob nicht die Wiederbelebung der Idee der Baugenossenschaften ein sinnvoller Beitrag zur Bekämpfung des Problems sein könne. (zg)

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