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Günzburg

13.05.2019

Coup für VfL Günzburg: Bundesligist Göppingen kommt zum Testspiel

Er kennt Göppingen aus der A-Jugend-Bundesliga: Günzburgs Frieder Bandlow.
Bild:  Ernst Mayer

Handball-Bundesligist Göppingen kommt nach Günzburg. Wie der VfL an die hochkarätigen Gäste gekommen ist.

Beherrlichkeit und gute Beziehungen zahlen sich immer wieder aus. Jahrelang bemühte sich VfL-Abteilungsleiter Armin Spengler darum, die Handballer von FA Göppingen für ein Freundschaftsspiel in die Rebayhalle zu lotsen. Nun wird aus dem Traum Wirklichkeit: Am Dienstag, 4. Juni (Spielbeginn ist um 19.30 Uhr), gastiert der Bundesligist beim heimischen Bayernligisten VfL Günzburg.

Der Handball-Höhepunkt des Jahres in der gesamten Region ist ein Belohnungsspiel für die Günzburger Spieler und zugleich ein Bonusspiel für die treuen Fans an der Donau. Aktive und Anhang hätten, jeweils auf ihre Weise, die Günzburger Handball-Begeisterung nach Jahren des Tiefschlafs wieder wach geküsst, formuliert der bisherige Chefcoach Stephan Hofmeister blumig. „Außerdem sollte man Traditionen aufleben lassen, wenn man sie wie der VfL Günzburg im großen Stil hat“, fügt er hinzu.

Duelle mit Göppingen waren in Günzburg legendär

In der Hochzeit des VfL-Handballs waren die Vergleiche mit Frisch-auf neben den Duellen gegen den TSV Milbertshofen aus lokaler Perspektive die größten Nummern während einer Bundesliga-Runde. Massen strömten damals in die Rebayhalle. Unvergessen sind die Auftritte des legendären Jerzy Klempel; auch Namen wie Willi Weiß, Rolf Schlögl, Arnulf Dümmel und Rudi Molitor klingen heute noch nach. Die Göppinger Tradition wurde freilich noch früher begründet. Von 1954 bis 1972 waren die Württemberger insgesamt neun Mal Deutscher Meister sowie zwei Mal auf dem Feld und zwei Mal in der Halle Europapokalsieger der Landesmeister. Mit den EHF-Pokalsiegen 2011, 2012 sowie 2016 und 2017 gelang in jüngster Vergangenheit der Brückenschlag zur glorreichen internationalen Vergangenheit. All diese Erinnerungen sind auch in Günzburg wach geblieben und so ist es kein Wunder, wenn Hofmeister sagt: „Kein anderer Erstligist hätte sich aktuell besser für ein Testspiel in Günzburg geeignet.“

Trainiert wird die Göppinger Mannschaft heute von Hartmut Mayerhoffer, der zu Günzburger Zweitliga-Zeiten zusammen mit Armin Spengler in einer Mannschaft spielte. Doch es gibt auch andere Verbindungen: Der künftige VfL-Coach Gabor Czako absolvierte mit Hartmut Mayerhoffer unlängst die Prüfung beim A-Lizenz-Lehrgang. Beziehungen, die halfen, den Kracher zu bekommen. (zg)

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