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Volksbank 2

22.05.2015

Das erste gemeinsame Jahr ist gut gelaufen

Ein überdurchschnittliches Ergebnis, aber das könnte sich ändern

Die niedrigen Zinsen ärgern nicht nur die Sparer. Auch den Banken machen sie zu schaffen. Trotzdem: In ihrem ersten Geschäftsjahr hat die Volksbank-Raiffeisenbank Donau-Mindel – 2014 entstanden aus der Fusion von Volksbank Günzburg und Raiffeisen-Volksbank Dillingen-Burgau – ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis erzielt.

Bei fast allen Wachstumszahlen liegt die „neue“ Bank über den Daten vergleichbarer Genossenschaftsgeldhäusern, wie Vorstandsmitglied Johann Mayr in seinem Geschäftsbericht bei der Vertreterversammlung im Forum am Hofgarten betonte. Davon profitieren auch die Mitglieder der Bank. Sie erhalten auf ihre Geschäftsanteile eine Dividende von drei Prozent. Es war der letzte Geschäftsbericht, den Mayr erstattete. Er geht zum 31. Juli in den Ruhestand (siehe oben).

Die Bilanzsumme der VR-Bank Donau-Mindel hat sich nach Angaben Mayrs um 93,8 Millionen Euro bzw. 7,4 Prozent auf gut 1,36 Milliarden Euro erhöht. Die Einlagen der Kunden sind ebenso überdurchschnittlich nach oben gegangen wie die Kredite, die die Bank 2014 vergeben hat. Mit ihren Barreserven, ihren Bankguthaben und ihren Wertpapieren verfüge die Bank über eine Liquidität von insgesamt knapp 486 Millionen Euro, ein ebenso sicheres Fundament wie der „solide Einlagenschutz“, so Mayr. „Guthaben aller Art sind in unbegrenzter Höhe abgesichert“.

Ein Teil des Jahresüberschusses von knapp 2,4 Millionen Euro (384 000 Euro mehr als im Vorjahr) geht an die Mitglieder der Bank. Sie erhalten auf ihre Geschäftsanteile eine Dividende von drei Prozent, deutlich mehr als an Zinsen zu bekommen ist. Insgesamt werden rund 380000 Euro an Dividenden ausgeschüttet.

Dank der Fusion und des unter dem Strich sehr guten Geschäftsergebnisses sei die VR-Bank Donau-Mindel für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet, erklärte Mayr weiter. Allerdings werde sich angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen das Betriebsergebnis der Bank bis 2019 vermutlich „nahezu halbieren“. Und dies trotz guter Wachstumsraten und Sparanstrengungen. Angesichts des steigenden Online-Bankings soll die eine oder andere kleine Filiale auf den Prüfstand kommen. Ziel bleibe aber weiter die Kundennähe, versicherte Mayr. Die Europäische Zentralbank werde wohl noch länger die Politik des billigen Geldes und niedriger Zinsen fortsetzen. (kai)

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