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Fußball

14.08.2019

Double oder nix? Das sagen Bayernfans zu Personalpolitik des FCB

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Auch am Ende einer wenig zufriedenstellenden Saison konnte der FC Bayern um Stürmer Robert Lewandowski (linkes Foto) Meisterschale und DFB-Pokal auf dem Münchner Rathausbalkon präsentieren.
Bild: Sven Hoppe/dpa

Wie schneidet der FC Bayern München diese Saison ab? Was Fanklub-Mitglieder kurz vor dem Bundesliga-Auftakt über die Personalpolitik ihres Vereins sagen.

Die Bayern machen’s. Natürlich. Oder diesmal doch die Dortmunder? Wer steigt ab? Und wo landet der FC Augsburg? Diese und viele andere Fragen beschäftigen die Fußball-Fans in der Region umso mehr, je näher der Saisonauftakt in der Bundesliga rückt. Mit am höchsten steigt das Fieber natürlich bei den organisierten Anhängern. Wir haben uns bei den heimischen Fanklubs des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München umgehört, der an diesem Freitag (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) Hertha BSC zum Saisoneröffnungsspiel erwartet. Wenig überraschender Tenor ihrer Aussagen: Die kommende Runde bietet einen spannenden Kampf, aber am Ende holen die Bayern den Titel.

Die Personalentscheidungen der Bayern in diesem Sommer sieht Günter Jehle momentan noch kritisch. Die gestern erfolgte Verpflichtung von Ivan Perisic findet der Zweite Vorsitzende des heuer seit zehn Jahren bestehenden Fanklubs Günzburger Bayernfreunde zwar gut, „aber das muss jetzt schon noch weitergehen“. Das Beispiel Leroy Sané zeige ja ganz aktuell, wie schnell sich ein Wunschspieler verletzen kann. Vor allem im Bayern-Angriff wünscht sich Jehle noch einen Könner. „Vorne spitzt sich alles auf Robert Lewandowski zu. Wenn der mal verletzt ist, stehen wir blank da. Aber vielleicht kommt ja der Timo Werner noch.“

Dortmund als Hauptkonkurrent im Kampf um den Titel

Als Hauptkonkurrenten im Titelkampf sieht Jehle die Dortmunder, denen er starke Neuzugänge bescheinigt. „An Leipzig glaube ich eher nicht.“

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Wünscht sich weitere Neuzugänge: Günter Jehle.
Bild: Günzburger Bayernfreunde

Dem schwäbischen Bundesligisten FC Augsburg traut Jehle einen einstelligen Tabellenplatz zu. „Ich hoffe jedenfalls, dass sie nicht gegen den Abstieg spielen müssen“, sagt er. Im Keller sieht er die beiden Aufsteiger Union Berlin und SC Paderborn.

Schon seit 25 Jahren gibt es die in Krumbach ansässigen Mindeltaler Wikinger 94. Fanklub-Chef Robert Demmel sagt: „Für den FC Bayern wird das kein Selbstläufer – aber ich hoffe natürlich auf ein gutes Ende für uns.“ Unter den Konkurrenten schätzt Demmel einmal mehr die Dortmunder sehr stark ein. „Die haben gut aufgerüstet und waren schon in den vergangenen Jahren immer die Einzigen, die uns ernsthaft gefährden konnten.“

Gelassenheit bei Sommer-Transfers

Die Sommer-Transfers seines Lieblingsvereins beurteilt Demmel gelassen. „Die holen schon noch was nach München. Und wenn es vom Personal her eng wird, kommt vielleicht die Chance, dass sich mal wieder ein Nachwuchsspieler zeigen kann.“ Fürs internationale Geschäft könnte das alles natürlich zu wenig sein, doch Demmel sagt auch: „Die Champions League zu gewinnen, wird ohnehin immer schwieriger. Aber wir sind konkurrenzfähig. Man hat ja bei Ajax Amsterdam gesehen, dass man nicht unbedingt Hunderte von Millionen ausgeben muss.“

Den FC Augsburg beobachtet Demmel aus regionalem Interesse. „Es wäre schön, wenn der Verein in der Liga bleibt. Es wird schwierig, aber ich denke, Platz zwölf sollte schon möglich sein.“ Als Absteiger sieht er den SC Paderborn – „und die üblichen Verdächtigen“. Wobei er Union Berlin eine positive Überraschung zutraut.

Enges Titelrennen in der Bundesliga

„Ziemlich knapp“ wird es im Titelrennen zugehen. Davon ist zumindest Manfred Kuhn überzeugt. Der Vorsitzende des gut 200 Mitglieder starken Bayern-Fanklubs D’Mendlschpizer Offingen glaubt, dass es zwischen seinem Lieblingsverein und Borussia Dortmund bis zum Schluss heiß hergehen wird. „Das hoffen wir ja auch. 20 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft wünscht sich von uns eigentlich niemand so richtig“, sagt Kuhn. In Sachen Personal bleibt er gelassen. „Da wird sich noch etwas tun. Aber wir haben auch so eine richtig starke Mannschaft.“

Hauptkonkurrent im Kampf um die Meisterschaft wird wie zuletzt immer der BVB sein, glaubt Kuhn. „Ich sehe allerdings auch Leverkusen sehr stark und Leipzig sollte auch oben dabei sein.“

Ganz so gut wird der FC Augsburg seiner Einschätzung nach nicht abschneiden, auch wenn Kuhn „gewisse Sympathien“ für die Schwaben hegt. Seine Vorhersage für den Tabellenkeller: „In Sachen Abstieg tippe ich stark auf Paderborn und Düsseldorf. Union Berlin wird mit Augsburg den Relegationsplatz ausspielen.“

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