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Natur

28.02.2018

Ein Stahlkorb für die Störche

LVN-Mitarbeiter Richard Fackler koordiniert die Montage des neuen Storchennests in Ichenhausen.
Bild: LEW/Thorsten Franzisi

Das Nest in Ichenhausen drohte vom Mast zu kippen.

Gemeinsam mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Günzburg und dem Storchenbetreuer für den Regierungsbezirk Schwaben hat die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) einen Stahlkorb für ein Storchennest auf einem Strommast des Ortsnetzes in Ichenhausen montiert. Der große Stahlkorb ist mit Zweigen und Material aus dem dort bisher vorhandenen Nest ausgekleidet.

Auf dem Mast des örtlichen Stromnetzes, ganz in der Nähe des Ichenhausener Bahnhofs, hatten Störche vor vier Jahren ein Nest gebaut und dort seither jährlich Nachwuchs aufgezogen. Es wurde von den großen Schreitvögeln immer weiter ausgebaut. Über die Zeit wurde das Nest zu schwer und drohte vom Mast zu kippen. Ichenhausens Bürgermeister Robert Strobel und Franz Zenker wandten sich daraufhin an die LVN.

Mitarbeiter des LVN-Metallbaus stabilisierten daraufhin im Januar zunächst das Storchennest provisorisch mit Spanngurten. In den folgenden Wochen entstand in den LEW-Werkstätten in Augsburg-Oberhausen ein Stahlkorb als Umfassung für das neue Nest. Danach wurde der Stahlkorb mit Ästen und Zweigen ausgekleidet.

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Die LVN arbeitete nach eigenen Angaben dabei eng mit Anton Burnhauser, dem Storchenbetreuer für den Regierungsbezirk Schwaben, sowie Josef Schmid von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Günzburg zusammen. Sie begleiteten die Maßnahmen zur Sicherung des alten Nests, den Bau des neuen Nests und berieten zu Möglichkeiten, das neue Nest wieder attraktiv für Störche zu machen.

Kran war im Einsatz

Die Montage dauerte einen ganzen Vormittag: Zunächst wurde das alte Nest mit einem Kran vom Masten gehoben. Mitarbeiter nahmen Maß am Strommasten und bohrten Löcher in den Stahlkorb zur Befestigung. Schließlich schaufelten sie noch Material vom alten Nest in das neue, damit das neue Zuhause den Geruch des alten Nests annimmt. Erst dann wurde es auf den Mast gehoben und befestigt.

Der Storchenfachmann freut sich über den Einsatz. „So haben die Störche wieder ein sicheres Zuhause. Ich rechne fest damit, dass im Frühjahr das angestammte Storchenpaar wieder zurückkehrt, das nun schon seit Jahren in Ichenhausen brütet“, sagt Anton Burnhauser.

„Für uns ist der sichere Betrieb des Stromnetzes unsere erste Aufgabe. Zusätzlich zu den laufenden Vogelschutzmaßnahmen im gesamten Netz unterstützen wir den Vogelschutz vor Ort mit solchen konkreten Maßnahmen“, sagt Christoph Karrenbauer von der LVN. (zg)

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