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Firmenentwicklung

13.11.2019

Ein mutiger Jungunternehmer investiert weiter

Betriebsinhaber Rainer Gogoll zeigt mit Stolz seine neueste Investition: Eine Plasma-Schneideanlage zur Bearbeitung von Blech und Stahl.
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Betriebsinhaber Rainer Gogoll zeigt mit Stolz seine neueste Investition: Eine Plasma-Schneideanlage zur Bearbeitung von Blech und Stahl.

Wie sich der Deisenhauser Rainer Gogoll in seiner Heimatgemeinde einen Lebenstraum erfüllt hat

Erstmals trat die Bauschlosserei Gogoll aus Deisenhausen auf der KRU 2019 mit einem eigenen Ausstellungsstand auf. Die junge Firma wollte einem breiten Publikum zeigen, was sie zu bieten hat und was sie zu leisten vermag. Dabei war Inhaber Rainer Gogoll eines klar: „Wir wollten nichts verkaufen. Aber wir hatten die Gelegenheit, uns rund 30 000 Besuchern zu präsentieren und das ist uns gelungen.“ Es wundert also nicht, dass er bei der nächsten Krumbacher Gewerbeschau wieder unter den Ausstellern sein wird.

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In den vier Tagen erlebte der 36-jährige Jungunternehmer eine äußerst positive Resonanz mit vielen interessanten Gesprächen sowohl mit Privat- wie auch Firmenkunden. Und was für ihn noch wichtiger ist: „Viele wussten bisher gar nicht, welche Möglichkeiten zur Zusammenarbeit wir unter den Fachbegriffen Bauschlosserei, Stahlbau, Blechverarbeitung sowie Laser- und Plasmaschneiden den privaten Bauinteressenten, Architekten, Gewerbebetrieben und Industrieunternehmen unterbreiten können.“

Dies setzte allerdings beträchtliche Investitionen voraus. In seiner Heimatgemeinde Deisenhausen fand der gelernte Metallbaumeister im südwestlichen Gewerbegebiet ein passendes Grundstück. Darauf errichtete er in den Jahren 2017/18 eine 1000 Quadratmeter große Produktionshalle, einen Verwaltungs- und Bürotrakt mit 200 Quadratmetern und einen Lagerraum mit 600 Quadratmetern.

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Das 5000 Quadratmeter große Firmenareal bietet auch für die Zukunft genügend Raum für eventuelle Erweiterungen. Einschließlich des Maschinenparks sowie eines auf zehn Tonnen ausgelegten Portalkrans in der acht Meter hohen Werkhalle nennt Gogoll als Kostenaufwand 1,5 Millionen Euro. Jüngste und zugleich teuerste Anlage ist die 500 000 Euro teure Plasma-schneide- und Bohranlage, die vollautomatisch anhand vorgegebener Zeichnungen unterschiedlichste Metallteile bearbeitet.

Nach Kundenwunsch werden Eisen und Stahl beschnitten, gebohrt, gekantet, geschweißt und nach Bedarf beschichtet. Der Jungunternehmer: „Für einen Kleinbetrieb mit acht Mitarbeitern war dies schon eine gewaltige Leistung, aber – es hat sich gelohnt.“

Schwerpunkt in der Fertigung ist die Bauschlosserei. Sie befasst sich in erster Linie mit allen üblichen Arbeiten bei Um- und Neubauten von Wohnhäusern und gewerblichen Vorhaben. Im Vordergrund stehen Treppen und Balkongeländer sowie Absturzsicherungen, aber auch die Aufträge für Anbaubalkone, Glasdächer und Carports nehmen zu. Bedeutendster Auftrag bisher: 600 laufende Meter Balkongeländer für ein Wohnobjekt in Augsburg. Großen Wert legt Gogoll dabei auf Qualitätsarbeit und termingerechte Lieferung. Er bietet den Häuslebauern und Architekten zusätzlich eigene Konstruktionen im Bereich Treppen und Balkone. Mehr auf Gewerbebetriebe spezialisiert ist der Stahlbau und der Bereich Sondermaschinenbau, die sich mit Schallschutzanlagen und Batteriekästen für Elektro-Busse befassen.

Ganz neu und für einen so kleinen Handwerksbetrieb keineswegs selbstverständlich ist es, dass die gesamte Fertigung über dreidimensionale Planzeichnungen läuft. Das heißt für den Betriebsinhaber: „Unser moderner Maschinenpark und die dazu gehörende Technologie gewährleisten eine Auftragserledigung, die es bisher eigentlich nur in mittelständischen Betrieben gibt.“

Der zweifache Familienvater ist froh und dankbar, dass er seinen Lebenstraum in der Heimat erfüllen kann.

In Deisenhausen geboren und aufgewachsen, absolvierte er eine Lehre als Konstruktionsmechaniker, machte sich 2008 in der Garage seines eigenen Hauses im Nebenerwerb selbstständig und bestand zwei Jahre später die Meisterprüfung als Handwerks-Metallbaumeister. In der geringen Freizeit bildete er sich zusätzlich zum Schweißfachmann aus und verlagerte seine Werkstatt mehrfach in Deisenhausen. Im Jahre 2012 mietete er schließlich im Krumbacher Norden eine Halle, bevor er fünf Jahre später in sein neues Domizil an der Günz umzog.

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