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Bibertal

13.09.2016

Eine Reise in die Vergangenheit der Landwirtschaft

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2 Bilder
Zu den viel bestaunten Aktionen beim dritten Feldtag der Bibertaler Bulldogfahrer gehörte das Pflügen mit einem Pferdegespann.
Bild: Sandra Kraus

Beim Feldtag in Opferstetten gab es nicht nur alte Maschinen zu sehen. Es gab auch diverse Vorführungen früherer Techniken.

Mit so einem Ansturm hatten die Bibertaler Bulldogfahrer nicht gerechnet: 158 Oldtimer tuckerten zum dritten Feldtag nach Opferstetten. Da mussten sogar die Anmeldezettel nachgedruckt werden. Und die vereinseigenen 35 Bulldogs sind da noch gar nicht mitgezählt. Dementsprechend strahlte Vorsitzender Ralf Thomalla und sagte: „Wir sind alle super zufrieden. Dass so viele gekommen sind, ist das Größte.“

Vielleicht hat es sich ausgezahlt, dass die Bibertaler reiselustige Bulldogfahrer sind und ihrerseits viele Oldtimertreffen besuchen. Ein heißer Sommertag war dieser Feldtag, der den Fahrzeuglenkern beim Pflügen und Eggen oder beim Balancieren auf der Traktorwippe und Rückwärtseinparken eines Gummiwagens Schweißperlen auf die Stirn trieb. Die ersten waren schon am Vorabend angereist und übernachteten auf dem Feld. Die komplette Verpflegung der großen Oldtimer-Familie stemmten die Bibertaler Bulldogfahrer, unterstützt von Verwandten und Freunden. Mit großem Fachwissen moderierte Helmut Sieber aus Hochwang die Einzelvorstellung der Trecker und die Vorführungen der Landmaschinen.

Es wurde geeggt und geackert, Salat gepflanzt und bei Gerhard Dürr aus Langenau konnte man sich eine alte Maschine anschauen, die Getreidekörner zu Schrot zerrieb oder eine Getreidewindmühle, die Spreu vom Weizen trennen kann. „Solche Maschinen standen früher in der Scheune und wurden über Transmissionswellen betrieben“, erklärte Dürr. Noch einen Schritt zurück in die gute alte Zeit ging Matthäus Wörle aus Breitenthal. Der 79-Jährige spannte seine beiden Pferde vor den Pflug mit einer einzigen Schar, eine mühsame und zeitraubende Feldarbeit aus heutiger Sicht.

Die Bibertaler Bulldogfahrer sind froh, dass ihnen Stefan Geiger sein Gelände für den Feldtag zur Verfügung stellte und Erwin Pfauth eine Wiese als Autoparkplatz. So konnten die fast 200 Landmaschinen, frisch geputzt und ordentlich in der Reihe geparkt, begutachtet werden. Während dort gefachsimpelt wurde über Restaurierung und Originallackierung oder Zuschauer mit „ja genau, wie früher“ das Gesehene kommentierten, lieferten sich die Jüngsten auf ihren Trettraktoren ein Rennen. Der trockene Ackerboden staubte wie bei den großen Traktoren, nur das Knattern und der Dieselgeruch fehlten. sawa

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