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Porträt

10.12.2017

Er hat sein Ziel fest im Blick

Tobias Atzkern mit seiner Kamera beim Fotografieren in der Münsterhauser Firma Gerstlauer. Nach dem Studium will sich der 21-Jährige selbstständig machen. Seinen Traum verfolgt er zielstrebig und mit großem Fleiß.
Bild: Sammlung Atzkern

Tobias Atzkern fotografiert seit er 15 ist. Schritt für Schritt arbeitet er daran, sich als Fotograf und Gestalter selbstständig und sein Hobby zum Beruf zu machen.

Der junge Mann hinter der Kamera wirkt mit dem freundlichen Lächeln im Gesicht und den akkurat gestutzten Haaren etwas zurückhaltend. Doch Tobias Atzkern weiß ganz genau was er will. Mit großem Fleiß und Ehrgeiz verfolgt er sein Ziel, sich als Fotograf selbstständig zu machen. Seit 2015 hat er ein Gewerbe angemeldet, das er Schritt für Schritt weiter aufbaut.

Mit 15 Jahren hat er die Fotografie für sich entdeckt. Übers Internet lud er sich eine Testversion des Bildbearbeitungsprogramms Photoshop herunter. Bald darauf kaufte er sich seine erste Spiegelreflexkamera. Inzwischen bevorzugt er eine spiegellose Systemkamera. Die sei vor allem beim Filmen besser geeignet. Während sich Atzkern Schritt für Schritt eine Profiausstattung zulegte, eignete er sich das Know-how überwiegend selbst an. Viel habe er gelernt, indem er es einfach ausprobiert habe, sagt er. Als hilfreich erwiesen sich aber auch Erklär- und Lernvideos auf Youtube. Zeitweilig assistierte er bei dem bekannten Thannhauser Fotografen Frank Riederle. Dabei habe er sehr viel gelernt und an seinem eigenen Stil gefeilt. „Die Fotomotive sollen natürlich sein, nicht gestellt, sondern so wie sie sind“, sagt Atzkern.

Trotzdem wird in die Nachbearbeitung der Bilder viel Zeit investiert. Je nachdem wie hoch die Ansprüche seiner Kunden sind, kann das pro Bild bis zu einer Stunde dauern. Für Atzkern, der sein Hobby zum Beruf macht, gut investierte Zeit. „Es taugt mir, jedes einzelne Detail herauszuarbeiten“, sagt Atzkern. Er gebe jedoch kein Bild heraus, ohne noch einmal eine Nacht darüber geschlafen zu haben. Seine ersten offiziellen Aufträge erhielt er von Bekannten und Freunden, aber auch ersten Firmen. Inzwischen hat er sich einen kleinen Kundenstamm aufgebaut, zu dem neben Hochzeitspaaren auch einige Unternehmen aus der Region oder die Gemeinde Balzhausen zählen. Zuletzt hat er ein indisches Paar aus Konstanz fotografiert.

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Alle Beteiligten hatten offensichtlich großen Spaß

Mehrere Stunden fror er zusammen mit den beiden beim Shooting im Schnee der Schweizer Berge. Den Bildern nach zu urteilen hatten alle Beteiligten großen Spaß dabei. Seit seinen ersten Gehversuchen als jugendlicher Fotograf arbeitet Atzkern konsequent an dem Traum, sein „eigenes Ding aufzubauen“. Dabei macht der 21-Jährige nicht durch lärmende Werbung in eigener Sache auf sich aufmerksam, sondern lässt seine Arbeit für sich sprechen. Kundenakquise betreibt er nicht offensiv, sondern durch Mund zu Mund Propaganda und Empfehlungen zufriedener Kunden. Im kommenden Jahr schließt er sein Bachelorstudium an der Hochschule Augsburg im Fach Interaktive Medien ab.

Daran will er noch ein Masterstudium anhängen. Gut die Hälfte des Studieninhalts besteht in der Vermittlung von Informatikkentnissen, die andere Hälfte dreht sich um Gestaltungstechniken, Zeichnen, aber auch betriebswirtschaftliche Themen wie Vertrieb und Marketing. Für Atzkern, der in seinem Portfolio auch die komplette Erstellung von Firmenwebseiten anbietet, scheint das Studium wie auf den Leib geschneidert. Den Unternehmergeist habe er von seinem Vater geerbt, der ebenfalls selbstständiger Unternehmer ist, sagt er lachend. Von ihm habe er viele Tipps und auch praktische Unterstützung erhalten. Überhaupt ist Atzkern ein sehr familien- und heimatverbundener Mensch. Er liebt die Natur und die Ruhe im Mindeltal. Die Schönheit seiner Heimat hat er auch in einem aufwendigen Video festgehalten, das er auf seiner Webseite präsentiert.

Demnächst will er sich ein eigenes Büro einrichten

In der Stadt sei ihm zu viel Trubel. Außerdem wäre es für ihn als jungen Fotografen angesichts der weitaus größeren Konkurrenz dort sehr viel schwieriger, sich ein Standbein zu schaffen. Abgesehen davon kämen seine Freunde auch so oft es geht nach Hause.

Er wohnt auch noch im Elternhaus in Münsterhausen, wo er bislang sein Büro hat. Demnächst will er sich aber ein eigenes Büro einrichten. Eine entsprechende Immobilie hat er bereits im Blick. Allmählich sei es ihm peinlich, wenn er etwa Hochzeitspaare zur Vorbesprechung zu seinen Eltern nach Hause einladen müsse. Nachdem er jedoch durch seine Aufträge inzwischen genug Geld verdient, um sich nicht nur den Lebensunterhalt während des Studiums und seine Ausrüstung zu finanzieren, sei dies nun der nächste Schritt. „Ich will auf jeden Fall so weitermachen“, sagt Atzkern mit Blick auf die Zukunft, „ich find’s cool, das neben dem Studium machen zu können, statt einen Studentenjob machen zu müssen.“ Wenn das so weiterläuft, „mach ich mich nach dem Master selbstständig“.

Mehr Infos über und Bilder von Tobias Atzkern gibt es im Internet unter www.tobias-atzkern.de.

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