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Kirchenmusik

17.04.2018

Magnifikat filmmusikalisch

Kirchenmusiker Wolfram Seitz hat ein Magnifikat verfasst, das am Sonntag in Günzburg seine Weltpremiere feiern wird.
Bild: Helmut Kircher

Wolfram Seitz beschert Günzburg zum zweiten Mal eine Welturaufführung

Von Bach, Mozart und Schubert gibt es eines, von Mendelssohn, Bruckner und Tschaikowsky auch, ebenso von Buxtehude, Schütz, Vivaldi und vielen, vielen anderen. Nun hat sich auch Wolfram Seitz, seit vier Jahren Diplom-Kirchenmusiker bei der Heilig-Geist Gemeinde Günzburg, in die lange Liste der „Magnifikat“-Komponisten eingereiht. Mit einer „Missa Guntia“ hat er letztes Jahr schon Welturaufführungs-Geschichte geschrieben, dieses Jahr nun folgt deren Fortsetzung mit der Neuvertonung des lateinischen Textes von Marias Lobgesang, einem der drei Cantica aus dem Lukasevangelium.

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Die Entstehungsgeschichte seines neuesten Werkes, lässt der 28-Jährige verlauten, sei ziemlich „wach“ gewesen. Standen ihm doch, wegen akuten Zeitmangels, nur die vier Januarwochen zur Verfügung, in denen ihm die Beziehung zu seinem Bett weitgehend abhandenkam.

Kompositionstechnisch enthalte das Werk neben neuzeitlichen auch klassische und vor allem filmmusikalische Elemente, die den Text plastischer, eleganter, dynamischer zur Geltung bringen sollen, ihn neue Nuancen erspüren lassen. Mit vier Schlagwerkern werde der Lust- und Lobgesang die erforderliche Dramatik erleben, die dem siebenteiligen, etwa 40-minütigen Werk zugrunde liege. Zurückgegriffen werde, so der Komponist, auf Anleihen, Zitate und Paraphrasen aus seiner Missa Guntia, oder auch von Karl Jenkins weltberühmtem „Palladio“.

Magnifikat filmmusikalisch

Dem Orchester Camerata Ulm wurden die Noten bereits zugesandt, zur Eigenvorbereitung, denn Orchesterprobe finde lediglich eine am Tag vor der Aufführung statt. Als Solisten wirken mit: Danuta Debski (Sopran), Barbara Sauter (Mezzosopran), Jakob Nistler (Tenor) und Frederic Jost (Bass). Chorisch wird das Günzburger Heilig Geist Ensemble stimmführend sein. Der Stand des Levels vokalen Momentanzustandes aus Sängermund: „Ungewöhnlich, aber wir schaffen das!“

Schwerpunktmäßig gehört das Magnifikat zwar in die Adventszeit, wurde aber für einen Aufführungstermin im Juni konzipiert – an einem Tag, an dem just Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft Objekt der Begierde sein wird. Die Premiere zum Musikalischen Frühling, am Sonntag, 22. April, 17 Uhr, ist da natürlich ein höchst praktikabler Ausweichtermin.

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