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Verkehrsschau

27.03.2015

Manchmal hofft die Stadt auf Einsicht

Ichenhausen hätte gern ein Tempolimit auf der B16. Anlieger ärgern sich über parkende Lastwagen. Rollstuhlfahrer bekommen zumindest vorerst keinen Zebrastreifen

Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen. Was soll aus den fremden Lastwagen werden, die gern in der Poststraße in Ichenhausen parken, zum Missfallen einer Anliegerin, die deshalb im Rathaus vorgesprochen hat? Bei der Verkehrsschau Ende Februar wurde auch diese Frage erörtert. Themen, die nicht mehr abgearbeitet werden konnten, wollen die Vertreter der Stadt mit den Beteiligten bei einer weiteren Verkehrsschau Ende April besprechen.

Die Fläche an der Poststraße ist im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen und „würde sich für solche Zwecke idealerweise auch anbieten“. So steht es in der Sitzungsvorlage, die die Mitglieder des Bauausschusses auf dem Tisch hatten. Der Antrag der Bürgerin, fremden Lastwagen dort das Parken zu verbieten, soll deshalb abgelehnt werden.

Ganz so einfach wollten es sich die Stadträte aber doch nicht machen. Er habe zwar Verständnis für parkende Lastwagen, sagte Ottmar Sauter, aber laufende Kühlaggregate seien durchaus lästig. Verständnis für Kurzparker, nicht aber für rollende – oder in diesem Fall geparkte – Lagerhaltung in Lastwagen signalisierte Reinhold Lindner. „Es stört mich furchtbar“, sagte er, wenn Gerwerbebetriebe öffentliche Flächen belegen. Dem müsse die Stadt einen Riegel vorschieben und notfalls über die Vermietung von geeigneten Flächen zum Abstellen von Lastwagen nachdenken.

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Möglicherweise zeichnet sich eine Lösung ab: Bürgermeister Robert Strobel berichtete davon, dass die Stadt beim Bahnhof Flächen gekauft hat. Ein Parkverbot für Lastwagen in der Poststraße aber will der Bauausschuss zumindest vorerst nicht aussprechen.

Weitere neuralgische Stellen wurden bei der Verkehrsschau besichtigt:

wird es im Einmündungsbereich der Vorderen Ostergasse und auch bei der Einfahrt von der Straße „Hoher Brühl“ in Richtung Schlossplatz geben.

wecken will die Stadt durch Gespräche mit Fahrzeughaltern, die oft so parken, dass andere Verkehrsteilnehmer behindert werden. Das gilt im Fall eines Klein-Lastwagens an der Ettenbeurer Straße ebenso wie in Autenried, wo Anlieger des Hopfengartenwegs sich für ein Parkverbot ausgesprochen haben. Vor allem bei Veranstaltungen des Brauereigasthofs fühlen sie sich durch parkende Fahrzeuge belästigt. Der Wirt soll, so der Wunsch der Stadt, mit Schildern auf Parkplätze in der Nähe hinweisen.

unterbinden will die Stadt im Einmündungsbereich der Großkötzer Straße zur Hauptstraße in Rieden. Dort komme es durch parkende Fahrzeuge zu „ungünstigem Begegnungsverkehr“, sagte Strobel. Eine durchgezogene Mittellinie soll Abhilfe schaffen.

werden zwar gemacht, bringen aber, zumindest an der Kötzer Straße in Hochwang beim Ortseingang, nicht den gewünschten Erfolg. „Da wird reingebraust und rausgebraust“, sagte Hubert Schuler und unterstützte den Wunsch eines Anliegers nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer auf der B16 im Norden von Hochwang. Die Aussage der Polizei, dass es sich – im Gegensatz zum Streckenabschnitt südlich von Kleinkötz – nicht um einen Unfallschwerpunkt handle, stieß im Bauausschuss auf Kritik. Die Stadt denkt über den Einsatz einer mobilen Messstelle nach, die den Autofahrern ihr Tempo anzeigt. Vielleicht kommt auf Vorschlag von Ottmar Sauter auch ein „Papppolizist“ zum Einsatz, der aber, wie Strobel klarstellte, schon aus Gründen der Wetterfestigkeit aus Holz und Metall sein müsse.

bekommen bei den Läden an der Günztalstraße zumindest vorerst keinen Zebrastreifen. Dafür fehlt laut Strobel ein Gehweg auf der Westseite der Straße. Außerdem schränkten die Lastwagenstellplätze an der Straße die Sicht zwischen Kraftfahrern und Fußgängern ein. Sehr kostenintensiv wäre es, den Einmündungsbereich der Günztalstraße in die Bürgermeister-Thaler-Straße umzubauen und mit einer Querungshilfe zu versehen. Strobel schlug vor, das Thema vorerst zurückzustellen und in Zusammenhang mit Verkehrsentlastungen zu diskutieren, die vor dem Bau einer Umgehungsstraße die Situation in Ichenhausen verbessern sollen.

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