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21.07.2010

Mit einer Stimme und größerer Schlagkraft

Mit einer Stimme und größerer Schlagkraft
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Mit einer Stimme und größerer Schlagkraft

Günzburg Die Zeiten waren zuletzt nicht einfach. Wirtschaft, Einzelhandel und Gastronomie hatten und haben auch in Günzburg unter der Krise zu leiden. Auch die Zahl der Mitglieder ist beständig nach unten gegangen.

Dies und einige andere Gründe hatten die Verantwortlichen der Günzburger Wirtschaftsvereinigung und der Werbegemeinschaft Günzburg veranlasst, eine Fusion beider Organisationen ins Auge zu fassen. Bei getrennten Mitgliederversammlungen haben die Mitglieder beider Vereine am Dienstagabend einstimmig für die Fusion der beiden Vereinigungen gestimmt.

Wirtschaft, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister der Stadt könnten künftig mit einer Stimme sprechen und damit ihre Schlagkraft erhöhen, warb Peter Schleifer, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung, zu Beginn der Mitgliederversammlung in der Deffinger "Linde" für den Zusammenschluss.

Schleifer bleibt Vorsitzender des neuen Vereins, der nun den Namen "Wirtschaftsvereinigung Günzburg" trägt. Stefan Holder, bislang Vorsitzender der Werbegemeinschaft, übernimmt ein zusätzlich geschaffenes Vorstandsamt - das eines Citymanagers. Zudem gibt es einen Citymarketing-Ausschuss, der vor allem die Belange von Handel und Gastronomie vertreten soll. Alle Vorstandspersonalien gelten vorab bis Herbst 2011, wenn Neuwahlen bei der nun etwa 200 Mitglieder zählenden Wirtschaftsvereinigung Günzburg anstehen.

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Martin Wachter, Notar und Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung, hatte ehrenamtlich die juristische Seite der Fusion erarbeitet - den Verschmelzungsvertrag und die in Teilen erneuerte Satzung. Er und Peter Schleifer erläuterten den knapp 20 erschienenen Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung in der "Linde" die Details, jeweils einstimmig wurden Vertrag und Satzung angenommen.

Die Mitglieder beider bisherigen Organisationen sind automatisch Mitglied der neuen Wirtschaftsvereinigung Günzburg, beide Vermögen - jeweils etwa 41 000 Euro - werden zusammengelegt. Die Mitgliedsbeiträge bleiben heuer noch unverändert. Zum 1. Januar 2011 gilt eine neue Beitragssatzung.

Die Jahresbeiträge für Mitglieder werden dann um 15 auf 75 Euro angehoben, Fördermitglieder zahlen 37,50 Euro. Je Vollzeitarbeitsplatz "für Beschäftigte mit Kundenkontakt" sind zusätzlich 60 Euro fällig. Bei vielen Beschäftigten sei aber eine Obergrenze denkbar, sagte Schleifer. "Wir wollen faire Konditionen, manche bisherigen Mitglieder der Werbegemeinschaft werden künftig weniger zahlen", versicherte der Vorsitzende.

Apropos Geld: Auch wegen der Mitgliedsbeiträge war zuletzt mancher Geschäftsinhaber aus den Vereinigungen ausgetreten oder erst gar nicht eingetreten. Um sie soll verstärkt geworben werden. "Wir müssen alle an einem Strang ziehen", betonten Peter Schleifer und Susanne Ganser, die bisherige stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Jeder profitiere von den Aktivitäten der Vereinigung, auch wenn sich manche Einzelaktion nicht immer und sofort bei jedem in der Kasse bemerkbar mache. Ganser: "Wir sollten eine Solidargemeinschaft bilden."

Etwas deutlicher wurde Ferdinand Munk, der Chef der Günzburger Steigtechnik. Mitgliedsfirmen der Wirtschaftsvereinigung sollten - in welcher Form auch immer - nach außen kenntlich gemacht werden, um gelinden Druck auf "Trittbrettfahrer" auszuüben. Viele wollten sich die Beiträge sparen, nähmen Gewinneffekte aus Aktivitäten anderer aber gerne mit.

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