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Arbeit

12.10.2015

Schaufenster in die Zukunft

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Ausgesprochen vielfältig war das Informationsangebot bei der Infomesse für Beruf und Studium in Günzburg.
Bild: Theresa Carmagnani

Infomesse für Beruf und Studium besticht mit sehr großem Angebot

Welcher Beruf passt zu mir? Viele Schüler stellen sich diese Frage. Am Samstag waren bei der Infomesse für Beruf und Studium (IBS) im Staatlichen Berufsschulzentrum Günzburg Antworten geboten. Dabei konnten die Besucher sich an einem enormen Spektrum von Ausbildungsangeboten erfreuen – vom Industriemechaniker über den Diätassistenten bis hin zum Kfz-Mechatroniker.

Die jährlich vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und den Wirtschaftsjunioren veranstaltete Messe wurde wieder von vielen Berufseinsteigern besucht, wie zum Beispiel von Julian Winkler, der die Veranstaltung als große Chance sieht: „Da ich bald das Abitur mache, ist es wichtig, dass ich gut informiert bin. Und weil ich noch nicht genau weiß, was ich später machen will, bin ich hier. Ich möchte herausfinden, wo meine Interessen liegen.“ Auch die beiden Freundinnen Sophie Hübler und Michaela Kaspar haben sich gemeinsam auf der Berufsmesse informiert. Sophie ist sich in ihrer Berufswahl noch unschlüssig. „Die Veranstaltung soll mir einen Gesamtüberblick geben. Ich war auch schon im letzten Jahr hier, denn die Angebote sind sehr vielfältig.“ Michaela dagegen hat schon genauere Vorstellungen. „Ich möchte mir genaue Infos holen, denn ich weiß schon sicher, dass ich im sozialen Bereich arbeiten will.“

Fündig ist sie dabei mit Sicherheit geworden, denn die Vielfalt an Firmen und Unternehmen war enorm. Mehr als 110 Aussteller waren vertreten, hauptsächlich aus dem Landkreis. So stellte etwa die Firma Wanzl ihre Ausbildungs- und Studienangebote vor. Thomas Frahler, der Leiter der kaufmännischen Ausbildung, stand den Interessierten zusammen mit seinen Auszubildenden für Fragen zur Verfügung. „Die Messe ist sehr wichtig für uns. Ungefähr ein Drittel aller Bewerber nehmen Kontakt zu uns auf, weil sie auf einer solchen Veranstaltung von unseren Angeboten erfahren haben.“

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Die Firma Bendl war mit ihrem firmentypischen Bauwagen auf dem Pausenhof der Berufsschule platziert. Dabei durften die Interessierten am Glücksrad drehen, bevor sie Auskunft über Ausbildungsplätze erhielten. Bauingenieur Peter Finkel ist von dem Erfolg der Messe ebenfalls überzeugt. „Ein dualer Student, der neu bei uns begonnen hat, hat letztes Jahr den Erstkontakt mit uns hier am Stand hergestellt.“ Bei Nachfragen unter den Auszubildenden habe sich herausgestellt, dass circa 30 Prozent durch die Messe auf die Firma aufmerksam wurden und sich anschließend im Internet weiter informiert haben. „Wir bieten auch Praktika für die Berufsorientierung an und sind offen für außerschulische Fortbildungen. Wir sind angewiesen auf gute Arbeitskräfte.“

Zu den eher seltenen Berufen gehört der medizinische Bademeister. Roland Hämmerle von der Sebastian-Kneipp-Schule erklärt, dass die Bezeichnung nichts mit dem gewöhnlichen Bademeister in einem öffentlichen Schwimmbad zu tun hat. „Ein medizinischer Bademeister ist eine Art Therapeut. Er kümmert sich um Waschungen und therapeutische Bäder für Menschen mit körperlichen Beschwerden. Er wird eingesetzt in Reha-Zentren oder Kurheimen.“ Allerdings sei der Beruf fast ausgestorben, das Interesse sei gering.

Aber nicht nur an den vielen Ständen wurde etwas geboten. Auch Vorträge von Unternehmen Universitäten und Hochschulen gehörten zur Messe. Zum Beispiel wurde von der IHK über die Karrierechancen mit einem dualen Studium berichtet. Nach den Worten des Koordinators Christian Unglert kommen die Vorträge immer gut an, und bieten noch einmal die Möglichkeit, sich intensiv mit der Berufswahl auseinanderzusetzen.

Ein weiterer interessanter Aspekt der Infomesse war die Anwesenheit von zwei sogenannten BAF-Klassen. Diese bestehen aus berufsschulpflichtigen Asylanten und Flüchtlingen, die auf der Suche nach Praktika oder Ausbildungen sind. Der Lehrer Matthias Einsiedler betreut die Klassen. „Bis 21 sind Jugendliche ohne Schulabschluss in Deutschland schulpflichtig. Unser Hauptziel für die Flüchtlinge ist, Deutsch zu lernen. Wir wollen ihnen aber auch zeigen, welche Berufe es gibt und welche Chancen sie haben.“ Dabei sei aber auch wichtig, sie den Unternehmen vorzustellen.

Die Flüchtlinge seien interessiert, lernwillig und anständig. In einem Rundgang unter der Anwesenheit der Regionalsprecherin der Wirtschaftsjunioren, Eva Flemisch, erhielten die jungen Männer und Frauen Einblicke in die deutsche Berufswelt. „Die Wirtschaftsjunioren kooperieren mit der IHK Schwaben, um jungen Flüchtlingen Chancen für eine Ausbildung zu geben.“

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