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Scheppach

11.05.2019

So kommt Paula Print heil über die Straße

Der sechsjährige Simon lässt Zeitungsente Paula Print den Zebrastreifen überqueren. Denn als Fußgängerin hat sie Vorfahrt. Das hat Simon beim Verkehrserziehungstag im Kindergarten St. Ulrich in Scheppach gelernt.
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Der sechsjährige Simon lässt Zeitungsente Paula Print den Zebrastreifen überqueren. Denn als Fußgängerin hat sie Vorfahrt. Das hat Simon beim Verkehrserziehungstag im Kindergarten St. Ulrich in Scheppach gelernt.
Bild: Lea Binzer

Im Kindergarten St. Ulrich in Scheppach übt die Zeitungsente richtiges Verhalten im Straßenverkehr. Sie lernt von Experten der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg zum Beispiel, warum es wichtig ist, sich im Auto anzuschnallen und was ein Zebrastreifen ist.

Zeitungsente Paula Print ist ganz aufgeregt, als sie auf den Kindergarten St. Ulrich in Scheppach zuwatschelt. Aber Moment, was ist das? Wieso ist ein Teil der Straße gesperrt? Und was sollen die Laufroller hinter der Absperrung? Auch bunte Schilder sieht Paula.

„Vielleicht hat das was mit dem Verkehrserziehungstag im Kindergarten zu tun“, überlegt sie. Darauf freut sie sich schon den ganzen Morgen, denn heute lernt sie zusammen mit den Kindern, wie sie sich im Straßenverkehr richtig verhält. Ein sehr wichtiges Thema, wie die Zeitungsente findet. Sie watschelt um die Absperrung herum in den Kindergarten.

Dort wird Paula schon von Leiterin Ulrike Weng und vier Frauen erwartet. Auf deren Oberteilen liest die Zeitungsente „Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg“. „Erklären Sie uns heute, wie wir uns im Straßenverkehr richtig verhalten?“, fragt Paula die Frauen. Eine von ihnen, Nicole Hillenbrand, sagt: „Genau. Die Sicherheit im Straßenverkehr ist sehr wichtig, um Unfälle zu reduzieren.“ Für Paula klingt das logisch. „Deshalb lernen die Kinder heute, ihre Aufmerksamkeit und Wahrnehmung dafür zu schulen“, ergänzt Ulrike Weng.

So kommt Paula Print heil über die Straße

Paula lernt, warum es wichtig ist, sich im Auto anzuschnallen

Da kommen auch schon die 35 Kindergartenkinder und scharen sich um die Zeitungsente. Sie sind in vier Gruppen unterteilt. Paula entschließt sich, mit der gelben Gruppe mit den neongelben Westen und Nicole Hillenbrand nach draußen zu gehen. Denn die Gruppe lernt jetzt etwas, auf das Paula sehr gespannt ist: warum es wichtig ist, sich im Auto anzuschnallen.

Vor dem Kindergarten steht ein Metallgerüst, auf dem vorne ein Kindersitz angebracht ist. Darin sitzt Pit. Pit ist eine Puppe und fast so groß wie Paula. Nicole Hillenbrand fragt die Kinder, ob sie sich beim Autofahren immer im Kindersitz anschnallen. Alle rufen „Ja“. Paula findet das sehr löblich. Denn ein Kindersitz ist wichtig, weil ein Auto für Erwachsene gebaut ist. Und die sind sehr groß. Damit der Sicherheitsgurt im Auto auch für Kinder passt und ihnen nicht wehtut, müssen sie höher sitzen. Dafür ist ein Kindersitz da.

Dann zeigt Nicole Hillenbrand Paula und der Gruppe, was passiert, wenn Pit beim Autofahren nicht angeschnallt ist und die Mama bremsen muss – zum Beispiel, weil eine Katze plötzlich über die Straße läuft. Die Mama will die Katze ja nicht überfahren. Nicole Hillenbrand zieht den Kindersitz mit Pit darin auf dem Gerüst nach oben und lässt den Sitz runtersausen. Unten angekommen fliegen Pit und der Kindersitz ganz weit und fallen auf den Steinboden. „Oh nein, das hat bestimmt wehgetan“, ruft Paula.

Paula will auch einmal angeschnallt werden

„Jetzt probieren wir das Ganze mal, wenn der Pit angeschnallt ist“, sagt Nicole Hillenbrand. Und tatsächlich, diesmal bleibt Pit im Kindersitz auf dem Gerüst. Toll, damit hätte Paula nicht gerechnet. Jetzt will die Zeitungsente das aber selbst mal ausprobieren. Hillenbrand holt Pit aus dem Kindersitz und hebt Paula hinein. „Eine schöne Aussicht hat man von hier oben. Wer will mich anschnallen?“, quakt sie. Die vierjährige Lina traut sich das zu und legt den Gurt um Paula. Sie findet, dass Lina das sehr gut macht. Der Gurt sitzt richtig über Paulas Zeitungs-Federkleid – nicht zu locker und nicht zu fest. Und verdreht ist er auch nicht.

Als nächstes fragt Nicole Hillenbrand die Kinder, wie sie auf einem Gehweg zusammen spazieren gehen. „In Zweierreihen“, rufen alle und stellen sich so auf. Auch Paula reiht sich ein, dann geht es los auf den Fußweg vor dem Kindergarten. Wenn ein Gehweg an einer Straße entlang führt, kann das gefährlich sein. Denn es können immer Autos an einem vorbeifahren. „Deshalb darf man auf einem Gehweg keinen Blödsinn machen. Dabei könnte man hinfallen, auch auf die Straße vor ein Auto“, erklärt Nicole Hillenbrand und macht das Ganze einmal vor. Schade, Paula wollte gerade ein paar Watschel-Übungen auf dem Fußweg machen. Aber die Sicherheit geht vor, das ist ihr jetzt klar.

Paula lernt, dass ein Gehweg zwei Seiten hat

Die Zeitungsente erfährt auch, dass ein Gehweg zwei Seiten hat, eine sichere, nämlich die innere Seite, und eine unsichere, nämlich die äußere an der Straße. Auf der sollen die Erwachsenen laufen. Denn wenn ein Kind auf der inneren Gehwegseite stolpert, fällt es auf die äußere und nicht gleich auf die Straße. Hillenbrand zieht mit roter Straßenkreide einen Strich mitten auf dem Fußweg. „Auf die sichere Seite dürft ihr jetzt Sonnen malen, auf die unsichere Seite Wolken“, sagt sie. Die Kinder machen sich eifrig ans Werk. Die vierjährige Ela-Nur hilft der Zeitungsente dabei.

Kein Einziger hat die Gehwegseite verwechselt. Paula ist stolz auf sich und die Kinder. In Zweierreihen geht es zu den Laufrollern und bunten Schildern. „Was machen wir hier?“, fragt Paula ganz aufgeregt. „Ihr dürft einen Roller-Parcours fahren“, erklärt Nicole Hillenbrand. Davor erklärt sie Paula und den Kindern aber erst einmal die bunten Schilder. Es handelt sich um Verkehrsschilder. Sie stellen Regeln dar, wie man sich im Straßenverkehr richtig verhält.

Simon hat die Zebrastreifen-Regel nicht vergessen

Auf einem blauen Schild ist zum Beispiel ein schwarzes Männchen, das schwarz-weiße Balken überquert. Das Schild zeigt einen Zebrastreifen. Das heißt, dass Autos halten müssen, wenn ein Fußgänger die Straße überqueren will. Denn der hat Vorfahrt. „Aber manchmal halten die Autos nicht“, ruft der sechsjährige Simon. Hillenbrand erklärt, dass dann Blickkontakt mit dem Autofahrer wichtig sei. Dadurch blieben sie oft stehen und winkten sogar. Dadurch sei klar, dass man über den auf der Straße aufgemalten Zebrastreifen gehen könne.

Für den Roller-Parcours brauchen die Kinder noch einen Helm. „Der muss richtig auf den Kopf passen. Der Gurt unter dem Kinn muss zu und darf nicht zu locker sein. Denn sonst ist der Kopf nicht richtig geschützt, wenn man mal vom Roller fällt“, sagt Nicole Hillenbrand. Zeitungsente Paula traut sich nicht auf einen Roller und spielt lieber Fußgänger. Der sechsjährige Simon sieht Paula auf den Zebrastreifen gehen, bremst und bleibt stehen. Die Zeitungsente freut das, denn Simon hat die gelernte Zebrastreifen-Regel nicht vergessen. So kann sie entspannt über den Zebrastreifen watscheln. Und Simon saust auf seinem Roller weiter zu den orangen Hütchen, um die er Slalom fährt.

Der Kindergarten hat den „Verkehrssicherheitstag – Sicher sausen“ über das Kita-Entdecker-Programm der Bildungsinitiative 3malE der Lechwerke gewonnen.

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