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Wettenhausen

11.06.2020

Startschuss zum 35-Millionen-Projekt im Kloster Wettenhausen

Staatssekretär Klaus Holetschek (links) und Günzburgs Landrat Hans Reichhart im Kaisersaal des Klosters Wettenhausen, der mit einem zweiten Rettungsweg von den bevorstehenden Arbeiten profitiert.
Bild: Peter Wieser

Plus Mit der Übergabe der Baugenehmigung für die Prälatur kann die Sanierung im Kloster Wettenhausen beginnen. Welche Arbeiten in den nächsten Monaten anstehen.

Die Freude war Schwester Amanda anzusehen: Zusammen mit Schwester Theresia nahm sie vor Kurzem in der Stickerei des Klosters Wettenhausen von Klaus Holetschek, Staatssekretär im Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und Landrat Hans Reichhart die Baugenehmigung zur Sanierung der Prälatur entgegennehmen. Immer wieder habe man gewartet. Jetzt sei der Punkt, wo man sagen könne, es gehe wieder weiter. „Wir freuen uns“, so die Priorin. Neben Hubert Hafner, dem Geschäftsführer der Entwicklungs-GmbH des Dominikanerinnenklosters, waren auch Landtagsabgeordneter Alfred Sauter und Kammeltals Bürgermeister Thorsten Wick vor Ort.

Landrat Hans Reichhart sprach von einem Startschuss, den man nun für die Sanierung des Klosters gegeben habe, und dankte gleichzeitig für die Unterstützung des Bundes mit Bundestagsabgeordnetem Georg Nüßlein wie auch durch den Freistaat. Klaus Holetschek gab den Dank an die Dominikanerinnen weiter, die, wie er betonte, diesen ganz besonderen Ort mit Leben erfüllten. Man habe das Glück, dass die Bauwerke im Landkreis so erhalten blieben. Und das Kloster Wettenhausen sei immerhin ein Wahrzeichen im Kammeltal, schlossen sich Alfred Sauter und Thorsten Wick dem an.

Für die Sanierung in Wettenhausen sind 1,3 Millionen Euro angesetzt

Was die Prälatur betrifft: Dort kann nun offiziell mit den Maßnahmen für die Sanierung, für die ein Betrag von 1,3 Millionen Euro angesetzt ist, begonnen werden. Die Klosterpforte sowie die Halle im Erdgeschoss zu den verschiedenen Gebäudeteilen werden umgestaltet, mit enthalten sind Sanitäranlagen. Das Haupttreppenhaus bis in den dritten Stock wird ebenfalls, vor allem hinsichtlich des Brandschutzes, ertüchtigt. Indirekt ist damit auch der Kaisersaal betroffen, der bei den Maßnahmen zwar nicht mit inbegriffen ist, von diesen aber durch einen noch sichereren ersten und einen zweiten baulichen Rettungsweg profitiert. Weiter wird an der Nordseite ein Außenaufzug entstehen.

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Das Museum, in das sich auch der Landkreis einbringen wird, wird sich im dritten Obergeschoß befinden. „1000 Jahre auf 300 Quadratmetern“, nennt es Hubert Hafner. Es gebe genügend zu erzählen und mit der Konzeption habe man seit längerem schon begonnen. Hafner rechnet mit etwa neun Monaten Bauzeit für die erste Maßnahme.

Spatenstich der Arbeiten in Wettenhausen könnte schon im Juli erfolgen

Der Spatenstich dafür könnte nach den Ausschreibungen und dem Einholen von Angeboten voraussichtlich im Zeitraum zwischen Juli und September erfolgen. Von einem Zeitplan zu reden sei schwierig, vieles hänge von der Auslastung der Unternehmen ab. Ein so großes Projekt setze man nicht auf einen Schlag um.

Die Gemeinde Kammeltal sei bereits beim Kindergarten aktiv geworden. Er hoffe, dass man im kommenden Jahr mit den Maßnahmen im Klausurbereich fortfahren können. Die Sanierung des Klosters Wettenhausen im Gesamten wird auf etwa 35 Millionen Euro geschätzt.

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