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Frühjahrskonzert

16.04.2019

Von Amerika nach Hochwang, Oxenbronn und zurück

Zwei Musikvereine, eine Musikkapelle und Ehrungen beim Frühjahrskonzert. Im Bild von links: Vorsitzender Herbert Wirth (Musikverein Oxenbronn), die Geehrten Felix Miller, Angelika Engel und Otto Mändle, Dirigent Thomas Engel, ASM-Vorsitzender Robert Strobel und Vorsitzender Hans Klement (Musikverein Hochwang).
Bild: Peter Wieser

Wie zwei Musikvereine zu einer Einheit zusammenwachsen

Was haben Amerika, Hochwang und Oxenbronn gemeinsam? Eigentlich wenig. Aber: Bei ihrem zwölften gemeinsamen Frühjahrskonzert am Sonntag im Musikheim Hochwang landete die Musikkapelle Hochwang/Oxenbronn nicht nur einmal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Von dort und mit der Konzertouvertüre „Where Eagles soar“ (Wo Adler fliegen), in der Steven Reineke die Schönheit und die Weite des US-Staats Maine beschreibt, begannen die gut 40 Musikerinnen und Musiker kraftvoll den Konzertabend. Damit nicht genug: Bereits über den Lüften schwebend luden sie das Publikum mit der Komposition „Voyage into the Blue“ von Naoya Wade sogleich zu einer musikalischen Reise mit dem Flugzeug ins Blaue ein. Moderator Michael Fritz sah darin eher eine Fahrt auf der Autobahn in Richtung Allgäu.

Tatsächlich erinnerten die Horneinsätze an imposante Bergmassive und die des Schlagwerks an sanft plätschernde Bäche und Flüsse. Noch ein bisschen Träumen zu „Deir’ In De“, einem der wenigen überlieferten Schlaflieder Irlands nach einer Bearbeitung von Warren Barker und das Publikum befand sich schon wieder in Amerika: in Süd-Kalifornien mit dem Stück „Where the Sun breaks through the Mist“ von Michael Sweeney und musikalisch zwischen Desperados und Outlaws.

Nicht weniger mächtig und tongewaltig setzte die Musikkapelle mit Michael Geislers Konzertwerk „Hindenburg“ ihre Reise fort und erinnerte an das Unglück des Luftschiffs bei seiner Landung am 6. Mai 1937 in Lakehurst im US-Staat New Jersey. Nach der Pause durfte es mit dem Konzertmarsch „Überm Horizont“ von Daniel Käsbauer auch ein bisschen traditionell sein: Die Tenorhörner gaben den Ton an, die Klarinetten ihre Antwort darauf, und alles andere erledigte der Rest der Musikkapelle.

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Und schon wieder war Amerika, dieses Mal New York, angesagt. Begleitet von fröhlichen Klarinetten und Querflöten befand sich das Publikum nun mit Leonard Bernsteins „America“ nach einer Bearbeitung von Michael Brown inmitten der Westside Story.

John Miles’ „Music“ und Carlo Puccis bluesig beginnendes und in einen Charleston übergehendes „Power Time“ gab dem das passende Häubchen obendrauf. Schließlich fanden die Musikerinnen und Musiker doch noch zurück nach Hochwang: Bei Alexander Pflugers „Der Berg (g)ruft“ durfte das Publikum kräftig mitklatschen und war bei der Zugabe „Zeit für uns“ endgültig wieder in heimischen Gefilden angelangt.

Ehrungen gab es am Sonntag auch: ASM-Vorsitzender Robert Strobel ehrte Felix Miller (10 Jahre, Tenorhorn) und Angelika Engel (25 Jahre, Horn) und Otto Mändle (50 Jahre, Horn) – seine offizielle Ehrung des ASM hatte er zuvor schon bei seiner Stammkapelle, dem Musikverein Behlingen-Ried, erhalten. „Man sieht, was daraus wird, wenn eine Gemeinschaft funktioniert.“

Hans Klement, der Vorsitzende des Musikvereins Hochwang hatte recht behalten. Nicht nur das, was die Musikerinnen und Musiker präsentierten, sondern auch, wie Dirigent Thomas Engel diese zusammenführte, wurde vom Publikum mit verdientem Applaus beantwortet.

Ganz lassen konnte es die Musikkapelle Hochwang/Oxenbronn dann aber doch nicht. Mit Ron Goodwins „Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“ hoben sie ein weiteres Mal beschwingt und pfiffig vom Boden ab. Es bleibt abzuwarten, wo sie dieses Mal wohl gelandet sind.

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