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Osterkonzert

29.03.2016

Von Polka bis Pop gelingt alles

17 langjährige Mitglieder wurden beim Osterkonzert des Blasorchesters Kötz geehrt.
Bild: Emil Neuhäusler

Die 61 Musiker des Blasorchesters Kötz überzeugen das Publikum

Marsch, Polka, Flamenco, Bossa-Nova, Konzertantes, Jazz, Pop, Rock und Swing: Die ganze Bandbreite der Blasmusik präsentierte das Blasorchester Kötz am Ostersonntag den Zuhörern in der voll besetzten Günzhalle beim traditionellen Osterkonzert. Die 61 Musiker fanden unter der Führung von Dirigent Benjamin Markl zu einer überzeugenden Gesamtleistung.

Einen hervorragenden Eindruck hinterließ die Jugendkapelle unter Leitung von Thomas Hartmann. Mit „Fanfare und Triumph“ gelang den 30 Mädchen und Jungen ein imposanter Auftakt. Buschtrommeln, Triolen der Klarinetten und Flöten, strahlende Saxofone sowie durchdringende Klanghölzer entführten dann die Zuhörer in den Urwald. In „Selections from Tarzan“ gab die Musik von Phil Collins aus dem Disney-Film „Tarzan“ Einblick in die Seele des Urwaldhelden. Mit Strohhüten und einer Zigarre für Dirigent Hartmann, der seit letztem Jahr als Bundesdirigent des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes amtiert, wurde der „Mambo Cubano“ von James Swearingen untermalt. Die Zugabe, eingefordert mit Applaus, Rufen und Pfeifen, gab den Jungmusikern die Gelegenheit, Jugendleiter und stellvertretendem Vorsitzenden Ulrich Stöckle mit „Happy Birthday“ zum Geburtstag zu gratulieren.

Einen furiosen Auftakt ihres Programms gestaltete das große Blasorchester mit dem Marsch „Kaiserin Sissi“ von Timo Dellweg. Ein besonderes Lob gebührt den Klarinetten, die in ihren Sololäufen viel Gespür für Tempo und Lautstärke bewiesen. In „Aquarium“ gibt Johan de Meij einen Einblick in die Unterwasserwelt. Lang gezogene Bässe und Hörner in bedrohlichen Quinten lassen das mulmige Gefühl, das sich in großen Tiefen einstellt, erahnen. Sehr authentisch zeichnete die Kapelle in der Ouvertüre „Alcazar“ spanisches Flair und andalusische Lebensfreude: heißblütiger Flamenco mit kecken Kastagnetten.

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Wie muss man sich den Einschlag eines Meteoriten vorstellen? Thiemo Kraas „malte“ in „Meteoritmo“ die Entstehungsgeschichte des Steinheimer Beckens. Stakkatorhythmus und Vibrieren der Trommeln symbolisieren den harten Einschlag, in imposanten Melodien verläuft die Performance vom Krater zur Natur- und Kulturlandschaft. Das Jazzstück „Desafinado“ kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet „verstimmt“. Mit schrägen Tönen beginnt das Stück und findet nie zur Harmonie.

Dass trotzdem in keiner Phase der geschlossene Gesamteindruck wankte und Rhythmus und Klangqualität erhalten blieben, spricht für die Qualität der Kötzer Kapelle. Die tiefen Bässe eröffneten anschließend in „Scenes from The Louvre“ die Pforten zum berühmten französischen Museum. Den Abschluss bildete „Eighties Flashback“, eine packende Komposition, in der Paul Murtha großen Stars aus den 80er-Jahren wie Michael Jackson, Bon Jovi und Joe Cocker ein musikalisches Denkmal setzte.

Durch das Programm führte gekonnt Marcus Keller, der als Mitglied im Vorstand des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes 17 langjährige Mitglieder ehrte. Besonders heraus ragte Josef Neher, der nach 55 Jahren aktiven Musizierens im Alter von 73 Jahren sein Tenorhorn „immer noch nicht in die Ecke legt“. Seit 40 Jahren unterstützen das Blasorchester Raimund Linder und Karl Wall auf dem Flügelhorn. 30 Jahre lang engagieren sich Andreas Uhl mit dem Horn und 25 Jahre Steffi Bruck mit der Flöte. Zum 20-jährigen Jubiläum gratulierte Keller Tobias Frey, Andre Signer, Manuela Klotz und Marion Schleifer. Die erste Ehrung nach zehnjährigem aktiven Musizieren erhielten Anita und Stefan Baur, Jana Mayer, Lukas Hausotter, Christina Klotz, Sophia Götz, Benedikt Waldmann und Isabella Wöhrle. (neu)

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