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Allergien

24.03.2014

Wenn Heuschnupfen die Frühlingsgefühle trübt

Heuschnupfen trübt bei vielen Landkreisbürgern die Frühlingsgefühle. Schuld daran ist der Pollenflug.

Viele klagen gegenwärtig über Heuschnupfen. Die Beschwerden  gingen für viele schon im Februar los. Betroffene sollten mit der Behandlung nicht zögern

Der Regen vom Wochenende hat etwas Erleichterung gebracht. Dennoch klagen viele Landkreisbürger in diesem Frühling derzeit über brennende Augen und Heuschnupfen, denn im Freien fliegen die bösen Pollen. Sie machen vielen Menschen das Leben schwer. „Die Allergien nehmen zu“, bestätigt die Krumbacher Allergologin Dr. Ildiko Sugar-Bunk, „vor allem bei jugendlichen Patienten“. Aber auch bei Senioren sei eine Steigerung der Allergien zu beobachten, ist von Herbert Renz, Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde, Innere Medizin und Allergologie in Günzburg, zu erfahren. Triefnasen, Augenbrennen und Niesattacken sind die Begleiterscheinungen.

„Heuer ging es mit den allergischen Beschwerden schon im Februar los“, sagt Dr. Ildiko Sugar-Bunk. Die erste Anlaufstelle sei dann meist die Apotheke, wo es zahlreiche frei verkäufliche Präparate gegen Heuschnupfenbeschwerden gibt. Bei manchen könnten diese Medikamente die Beschwerden lindern. Doch andere wiederum haben nach Worten der Medizinerin so starke Probleme, dass sie sich trotz der Medikamente kaum im Freien aufhalten können.

Nachts lüften, abends duschen

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Fast das ganze Jahr über müssten inzwischen Allergiegeplagte leiden, erläutert Herbert Renz. Die häufigste Allergie sei die Gräserpollenallergie. Betroffene sollten den Kontakt zu den Allergieauslösern so weit wie möglich meiden. „Das bedeutet, nur nachts lüften, abends duschen und Haare waschen, im Auto einen Pollenfilter verwenden und wer kann, sollte in der am stärksten betroffenen Zeit verreisen.“ Atlantik und die Nordseeküste seien pollenarm. „So gut, wie keine Pollen fliegen auf Helgoland“, erklärt Renz.

Eine Hyposensibilisierung kann bei einer Allergie möglicherweise Abhilfe schaffen. Durch die steigende Gabe von Allergenen soll es zu einer Gewöhnung an das Allergen kommen, um so die überschießende Reaktion des Immunsystems auf das Allergen zu verhindern. Bei rund zwei Drittel würde die Hyposensibilisierung zu einem deutlichen Erfolg führen, betont Renz. Jedenfalls sei es sinnvoll, eine Allergie zu behandeln. Sonst könne Asthma die Folge sein. Und eine Allergie könne Entzündungen nach sich ziehen.

Nicht nur bei Jugendlichen sei eine Zunahme von Allergien zu beobachten, erklärt Sugar-Bunk. Auch ältere Menschen würden inzwischen mehr darunter leiden. Als stark allergieauslösend gilt die Pflanze Ambrosia, die ursprünglich aus Nordamerika stammt und asthmatische Beschwerden verursachen kann. Zwischenzeitlich kommt die Pflanze überwiegend aus Südosteuropa zu uns. Sowohl in der Krumbacher als auch in der Günzburger Praxis wird beim Allergietest auch auf Ambrosia getestet. „Bisher haben wir noch keine Ambrosia-Allergie festgestellt“, sagt Renz. In Nordamerika sei sie aber bereits weit verbreitet.

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