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Landkreis Günzburg

24.04.2017

Wo die Kultband Smokie wieder auflebt 

„The Spirit of Smokie“ gastierten beim Kulturverein Mindelaltheim und präsentierten Klassiker der Kultband sowie eigene Kompositionen (von links): Andy Whelan, Dean Barton und Graham Kearns.
Bild: Martin Gah

Mindelaltheim verbindet bereits zum 30. Mal musikalische Unterhaltung mit bildender Kunst. Eine Kombination, die ankommt.    

Prächtige Stimmung vom ersten bis zum letzten Ton, textsicheres Mitsingen, freudiges Mitklatschen und Jubeln – dafür sorgten die Musiker der 30. Veranstaltung unter dem Motto „Kunst und Kultur auf dem Dorf“ in Mindelaltheim. „The Spirit of Smokie“ nennt sich das Trio, das im Dorfzentrum auftrat. Zwei Mitglieder dieser Formation – der Gitarrist Andy Whelan und der Bassist Graham Kearns (beide auch Sänger) – spielten auf verschiedenen Solo-Alben der Mitglieder der britischen Kultband der 70er.

Frontmann ist der Gitarrist und Sänger Dean Barton. Dessen Vater Alan Barton war nach dem Ausstieg von Chris Norman 1986 Sänger von Smokie, bis er bei einem Unfall des Tourbusses 1995 im Alter von 41 Jahren auf tragische Weise ums Leben kam. Von seinem Vater hat Dean Barton die gleiche rauchige Stimme geerbt, die auch Chris Norman auszeichnet. Bei der „Acoustic Tour“ stehen nur drei der fünf Mitglieder von „The Spirit of Smokie“ auf der Bühne. Außerdem verwenden die beiden Gitarristen nur akustische Gitarren.

Bereits beim Opener „For a few Dollars more“ zeigen die drei Musiker ihre Qualitäten, die sich den ganzen Abend durchziehen: Perfekt aufeinander abgestimmter dreistimmiger Satzgesang trifft auf einen exakten und swingenden Bass, eine jammernde Leadgitarre (Whelan) und eine percussive Rhythmusgitarre, gelegentlich auch mit Fingerpicking (Barton). Das Programm von „The Spirit of Smokie“ besteht nicht aus nachgespielten Oldies. Die Formation bietet reizvolle neue Interpretationen der Klassiker. So versehen sie zum Beispiel „I´ll meet you at Midnight“ mit einem Jungle-ähnlichen Groove. Bei „Living next door to Alice“, das als erste Zugabe erklingt, spielen sie den letzten Refrain dreimal so schnell wie üblich.

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Auch Rock-Klassiker anderer Gruppen werden interpretiert

Mit derselben Ausdruckskraft interpretieren „The Spirit of Smokie“ auch Rock-Klassiker, die nicht von der Kultgruppe sind; angefangen bei „Take good care of my Baby“ (Bobby Vee) über „Have you ever seen the Rain?“ (CCR) bis hin zu Tom Pettys „Free Falling“. Als Zugabe präsentiert Barton ein Stück eines seiner Sängeridole, nämlich „Summer of 69“ von Bryan Adams.

Und es finden auch neue Songs Eingang in das Konzertprogramm. So ist die Band gerade dabei, ein neues Album aufzunehmen. Dessen Lieder können sich mit den Smokie-Kompositionen messen, was eine Gegenüberstellung des ersten großen Smokie Hits „If you think you know how to love me“ mit einem Titel aus dem neuen Album zeigt. Einen der neuen Songs hat Dean Barton erst vor zwei Wochen geschrieben. Und er sitzt, als wäre er mindestens zwei Monate alt. Die melancholische Komposition erinnert an „Wild Wild Angels“, das Smokie-Lieblingsstück von Alan Barton. Im Text des Sohnes geht es – wie in vielen der neuen Stücke – um eine zerbrochene Beziehung.

„Guel“ zeigt seine Bilder

Wie immer bei den Events des Kulturvereins Mindelaltheim war neben der Musik auch für Freunde der bildenden Kunst etwas geboten. Der Künstler der 30. Auflage war Luigi Guerriero, mit Künstlernamen „Guel“. Er stammt aus der farbenprächtigen italienischen Region Apulien. So umspielt dort das Ionische Meer in kräftigen Blautönen den italienischen Stiefel. Bei seiner aktuellen Ausstellung „La forza dei colori“ („Die Kraft der Farben“) in Mindelaltheim experimentierte Guel allerdings überwiegend mit verschiedenen Gelb- und Grüntönen in abstrakten Bildern. Vor 18 Jahren führte ihn die Liebe nach Offingen. Heute arbeitet er als Zahntechniker in Ulm.

Kunst hat er schon in seiner italienischen Heimat studiert, und zwar in Leggia. Was ihn am meisten umtreibt, ist das künstlerische Recycling verschiedener Materialien. So fertigte er aus Kronkorken das Bild einer weiblichen Silhouette. Aus Deckeln und Böden von Blechdosen erstellte Guel das Bild einer riesigen Blechdose. Die Bilder des Italieners sind ab 200 Euro aufwärts käuflich zu erwerben.

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