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30.10.2017

Die Löwen ins Wanken gebracht

Immer wieder voll reinwerfen: Johannes Rosenberger erzielte zwei Treffer für die Günzburger.

A-Jugend begeistert die Handball-Fans trotz der Niederlage

Wer als Verlierer derart tosenden Beifall erhält, muss viel richtig gemacht haben. Auf die A-Jugendhandballer des VfL Günzburg trifft dieses Fazit unbedingt zu. Dank großer Leidenschaft und unermüdlichen Einsatzwillens verlangte der Außenseiter dem Nachwuchs des deutschen Meisters im Bundesliga-Heimspiel wirklich alles ab. Die Reaktionen der jungen Rhein-Neckar-Löwen nach ihrem 35:30-Erfolg in der Rebayhalle belegten, wie sehr die Spieler des Spitzenreiters vom Gastgeber und von seinen Fans beeindruckt waren.

Dabei war die körperliche Dominanz der Gäste mehr als offensichtlich. Als der Nachwuchs des deutschen Meisters das Spielfeld betrat, blieb vielen Günzburgern angesichts der Riesen regelrecht der Mund offen stehen. Aber schon im Vorfeld eines Spiels den Kopf in den Sand zu stecken, das kennen die Günzburger Jung-Bundesligisten nicht. Keiner wollte sich dieses Spiel entgehen lassen. Bis zuletzt war der Einsatz von Lukas Rembold und Nico Ruchti nicht sicher. Aber die beiden bissen auf die Zähne und kämpften sich bewundernswert durch.

Dass die Mannschaft dann immer wieder die Möglichkeit hat mitzuhalten, ist vor allem der Spielintelligenz geschuldet. Dem hoch motivierten Team gelingt es Woche für Woche, die verschiedensten taktischen Vorgaben umzusetzen und die eigentlich übermächtigen Gegner aus den Kaderschmieden der Erstligisten unter Druck zu setzen. Auch diesmal gelang dies der Mannschaft von Rudi Jahn, Volker Schmidt und Markus Guckler über weite Strecken perfekt.

Das taktische Rezept hieß, mit viel Schnelligkeit und Beweglichkeit die freien Räume zu suchen. Allerdings gestalteten sich die ersten Minuten für die Weinroten schwierig. Dem heimischen Angriff stand eine Wand der Gäste entgegen und in der Abwehr rollten die jungen Löwen mit großer Wucht auf die Günzburger zu. Ein schneller 0:3-Rückstand ließ auf eine Klatsche schließen. Aber mit dem ersten Tor von Stephan Jahn zum 1:3 ging ein Ruck durch die Mannschaft. Schnell wurde der Ausgleich erzielt und danach erlebten die Fans auf der Tribüne ein enges und sehr spannendes Spiel. Dass es zur Halbzeit spannungserzeugend 15:16 stehen könnte, damit hatte im Vorfeld kaum einer ernsthaft gerechnet.

Direkt nach der Pause kam der kleine, letztlich entscheidende Durchhänger. Innerhalb von nur fünf Minuten bauten die Junglöwen ihren Vorsprung auf vier Tore aus. Trotz aller Bemühungen gelang es den Weinroten um den im Angriff sehr starken David Pfetsch nicht, diese Differenz aufzuholen. (zg)

VfL Günzburg Chikh (1), Freund; Bandlow (11/8), Pfetsch (6), Dück (3), Ruchti (2), Rosenberger (2), Stegmann (2), S. Jahn (1), Rembold (1), Pröbstle (1), Seel-Mayer, Hämmerle, A. Jahn

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