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Landesliga

09.03.2020

Torflaute nach starkem Auftakt

Kann die Niederlage nicht fassen: Christoph Schäfer.
Bild: Ernst Mayer

14 Minuten ohne Treffer stehen für den totalen Bruch im Spiel der Niederraunauer

17 ganz hervorragende Minuten, dann über lange Phasen Einfallslosigkeit: Auf diesen Nenner lässt sich der Auftritt der Niederraunauer Jungs beim Landesliga-Handballspiel in Ismaning bringen. Nach einer Führung zu Beginn und einem Unentschieden zur Halbzeit verloren die Mittelschwaben 20:23 (10:10) und ließen so beide Punkte in der „Hölle Süd“ des Münchner Nordens.

Allerdings hatten die Ismaninger anfangs wenig an Stimmung zu bieten. Wie auch, die ersten Ausrufezeichen der Partie setzten ja die ersatzgeschwächten Raunauer. Das 0:1 erzielte Oliver Kiebler im Nachwurf. Der Ausgleich beeindruckte gar nicht, denn schnell hintereinander erzeugten Lukas Konkel, Lasse Sadlo und zwei Mal Björn Egger mit ihren Treffern den vollkommen überraschenden 1:5-Spielstand. Die Abwehr stand sicher und im Angriff funktionierte viel.

Eine Ausnahme sollte über die ganze Spielzeit das Verwerten von Strafwürfen werden. Vor dem Siebenmeterstrich fehlen den Raunauer Jungs einfach derzeit die Nerven. Beim Stand von 1:5, 4:8 und 9:10 vergaben Oliver Kiebler, Lukas Konkel und Mathias Waldmann Strafwürfe in Reihe.

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Das wäre wegzustecken gewesen, doch unvermittelt, mit fünf Treffern Vorsprung souverän führend, kam der Bruch ins Spiel. Aus dem 5:10 (17.) machten die Gastgeber durch sieben Tore am Stück ein 12:10 (34.). Sie reagierten auf die starke Niederaunauer Anfangsphase mit brutalem Tempospiel und erhöhten so den Druck auf die Abwehr immens. Klar, Spieler wie Jan Zobel, Simon Lang oder Daniel Mannel können mit ihrer Beweglichkeit schon eine Abwehr öffnen. Das sollte aber gar nicht das Manko der Raunauer sein. Gegentore sind im Handball nicht ganz zu verhindern, auch dann nicht, wenn mit Armin Hessheimer ein auch an diesem Samstag hervorragender Torhüter seine Arbeit verrichtet. Das Problem lag schon im Angriff. 14 Minuten lang erzielten die Raunauer kein Tor. Viel zu sehr wird sowohl von halb links als auch von halb rechts in die Mitte gedrängt. Die Außenspieler bekommen gar keine Bälle und so kann sich eine kompakte Abwehr auf die Mitte des Spielfelds ausrichten. Die Ismaninger agierten da anders. Als sie merkten, dass die Mitte zu ist, setzten sie vermehrt auf ihren Rechtsaußen Markus Neubauer. Der verwandelte als Rechtshänder aus den unmöglichsten Positionen.

In der zweiten Hälfte schafften die Raunauer keine Dominanzphase mehr und so konnte sich Ismaning, ohne zu glänzen, langsam absetzen. Kämpferisch konnte man den Raunauer Jungs gar nichts vorwerfen. Der Wille war bedingungslos vorhanden, nur die Möglichkeiten fehlten. Hessheimer hielt jetzt zwar noch stärker, sein Gegenüber Daniel Hertel stand ihm aber in nichts nach.

In der letzten Viertelstunde der Begegnung kam in Person von Moritz Kornegger nochmals Hoffnung auf, als ihm zwei Tore in Folge gelangen. Aber auch das sollte letztlich nicht reichen.

Die Ismaninger gewannen aufgrund ihrer Fähigkeit, ein Spiel total zu drehen, verdient. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Klaußer; Kiebler (3/2), Rothermel, Thalhofer, Eheim, Schäfer, Konkel (3/1), Sadlo (3), Waldmann (1), Egger (3), Blösch (1), Kornegger (3), Rosenberger (3)

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