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13.06.2017

Tränen und neue Zuversicht

Handballerinnen scheitern in der Bundesliga-Quali

Trotz einer erstaunlichen Entwicklung der gesamten Mannschaft war die Hürde Bundesliga-Qualifikation letztlich ein bisschen zu hoch. Bei der Endrunde in Neckarsulm scheiterten die Nachwuchs-Handballerinnen des VfL Günzburg bereits in der Gruppenphase deutlich. Bei aller Enttäuschung bleiben aber auch Stolz und vor allem enorme Zuversicht, denn derzeit sind die weinroten Mädchen alle ein Jahr jünger als die Konkurrenz und sie bekommen 2018, ein weiteres Jahr spielerisch und körperlich gereift, gewiss eine zweite Chance.

Der ohnehin kleine VfL-Kader schrumpfte aufgrund ferien- und sportbedingter Absenzen zusätzlich. Hanna Sperandio weilte im Urlaub, Lena Götz bereitete sich mit der Deutschen Beachhandball-Nationalmannschaft auf die Europameisterschaft in Zagreb vor. So galten die Günzburgerinnen in der hammerharten Gruppe mit dem Erstliga-Nachwuchs von FA Göppingen, JSG Neckar-Kocher und HSG Bensbach-Auerbach ohnehin als Außenseiter.

Immerhin: Schon zum Auftakt gegen Göppingen zeigten sich große Fortschritte im Spiel der Weinroten. Der Anschauungsunterricht gegen die „Großen“ hat das Team der Trainer Peter und Jürgen Kees in den vergangenen Spitzensport-Wochen stärker gemacht. Mit einem 6:8-Rückstand ging es in die Halbzeitbesprechung. Danach stand die Abwehr besser und schöne Kreisanspiele an Lea Walter wurden sicher verwandelt. Am Ende bejubelten die Günzburgerinnen das 14:14 wie einen Sieg.

Euphorisiert von diesem Erfolg, erwischten die VfL-Talente gegen den vermeintlich stärksten Gegner JSG Neckar-Kocher einen Blitzstart. Sie führten nach sechs Minuten 4:1 und beim 7:7 zur Spielhälfte war noch alles offen. Doch die robusten württembergischen Mädchen rührten nun immer stärkeren Abwehrbeton an. Ein paar Unaufmerksamkeiten wurden mit einem jähen 0:5-Tore-Lauf bestraft. Am Ende stand ein 11:19.

Somit war klar: Eine Niederlage gegen die Nordbadenerinnen aus Bensheim und Auerbach würde das Ende der Bundesliga-Träume bedeuten. Zwar ging es (vor allem dank einer sehr gut aufgelegten Spielmacherin Alena Harder) erst einmal gut, es stand zwischendurch 6:6. Aber die Kräfte schwanden, irgendwann häufen sich Fehler und am Ende verloren die VfL-Mädchen deutlich 14:19. (zg)

VfL Günzburg Schlund, Schmitt; Bosch (1), Harder (7), Leis (3), Hahn (1), Walter (8), Schütte (10/7), Porkert (7), Geiger (2)

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