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Überfahren

24.07.2012

Achtung: Waschbären-Wechsel

Bild: Uwe Zucchi/dpa

Zwei der kleinen Gesellen laufen Altenstadter Feuerwehrkommandanten ins Auto

Balzheim/Sinningen Auf Überlandstrecken und Straßen in Waldstücken werden sich die Autofahrer wohl auf eine neue Art von Wildwechsel einstellen müssen. Achtung: Waschbären kreuzen. Der Altenstadter Feuerwehrkommandant Christian Link hat diese Erfahrung bereits machen müssen. Auf der Landstraße zwischen Balzheim und Sinningen im benachbarten Landkreis Biberach sind ihm in der Nacht zum Sonntag gegen 1 Uhr zwei dieser kleinen Gesellen wie aus dem Nichts vors Auto gerannt. Link konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Sein Pkw erfasste die Waschbären mit der Bodenschutzplatte. Die Tiere überlebten den Zusammenprall nicht.

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Waschbären sehen possierlich aus, können aber auch bissig sein. Die kleinen Raubtiere leben in gewässerreichen Misch- und Laubwäldern, suchen aber auch die Nähe zu Wohnsiedelungen, in der Hoffnung, dort leicht Nahrung zu finden. Jüngst häufen sich Nachrichten, wonach sich die aus Nordamerika kommende Tierart zunehmend auch in Mitteleuropa ausbreitet. Der Wildunfall des Altenstadter Kommandanten könnte ein Indiz dafür sein. Die Polizeidirektion Biberach will jedenfalls nicht ausschließen, dass es sich um zwei wild lebende oder ausgewilderte Waschbären handelte. Möglich sei natürlich auch, dass sie aus einem Gehege in der Umgebung ausgebüxt seien. Die Hoffnungen, dass sich jemand melde und quasi zu den zwei Waschbären bekenne, schätzen die Polizisten allerdings gering ein. Hierbei gehe es schließlich auch um versicherungsrechtliche Fragen.

Als Link die Polizei verständigt hatte, wollten die Beamten ihm zuerst nicht glauben, dass ihm tatsächlich Waschbären ins Auto gelaufen seien. Vor Ort konnten sich Beamte im Schein ihrer Taschenlampen aber davon überzeugen: Jawohl, es waren Waschbären. (rp)

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