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24.11.2017

Ärger um Sendener Neujahrsempfang

Die städtische Veranstaltung ist am gleichen Tag wie die der Kirche – das nervt viele

Kirche oder Stadt? Diese Frage stellen sich derzeit viele Sendener. Denn die Verwaltung hat ihren Neujahrsempfang auf denselben Tag gelegt, an dem traditionell die katholische Kirche ihren Empfang feiert. Senden hingegen legt diesen Termin normalerweise etwas später im neuen Jahr auf einen Sonntag.

Stadtpfarrer Stephan Spiegel ärgert sich über die Parallelveranstaltung der Verwaltung. Er habe seinen Unmut auch in einem Brief an den Bürgermeister kundgetan, doch in der Antwort sei nur auf die spätere Uhrzeit hingewiesen worden und dass die Empfänge damit nicht kollidieren. „Aber wer geht denn bitte zu zwei Neujahrsempfängen an einem Tag?“, fragt er. Und antwortet gleich selbst: kaum einer. „Wir machen uns gegenseitig die Leute abspenstig.“ Sein Fazit: „Es ist unglücklich und ich hoffe, dass es ein einmaliges Versehen bleibt.“ Denn der Empfang der Kirche sei – im Gegensatz zu dem der Stadt – seit Jahrzehnten an eben diesem Tag um 11 Uhr.

Der Neujahrsempfang der Stadt beginnt um 17 Uhr. Deswegen gebe es in keiner Weise eine „Kollision mit der Veranstaltung der Kirche“, ist von Stadt-Sprecher Jörg Portius zu hören. Hier werde etwas thematisiert, das kein Thema ist. Bürgermeister Bögge betont, dass die Verwaltung lange nach einem Termin gesucht habe und diesen wegen der Kirche nicht auf den Vormittag des 6. Januars gelegt habe. Einen Tag später, so Bögge, brauche das Polizeiorchester, das abends auftritt, die Räume zur Probe und zum Aufbau. Zudem sollte Senden im kommenden Jahr nicht wieder zu den letzten Kommunen im Landkreis gehören, die ihren Jahresempfang abhält, schreibt der Sprecher unserer Zeitung.

Das wundert einige Stadträte. Georg Schneider (SPD) betont, dass Senden immer den zweiten oder dritten Sonntag auswählt. Er könne es nicht nachvollziehen: „Da hätte man einen besseren Termin finden können“, meint er. Auch Claudia Schäfer-Rudolf (CSU) findet einen Samstagabend ungewöhnlich. „Und warum genau dieser?“, fragt sie. Auch sie denkt, dass die Bürger nicht zu zwei Empfängen an einem Tag gehen. „Das schadet beiden Veranstaltungen, das muss doch nicht sein“, findet sie.

Rund um den Termin kursiert in Senden die Meinung, dass der Empfang der Stadt nur deswegen so gelegt sei, weil der Bürgermeister danach im Urlaub weile. Bögge bestätigte, dass er vor einiger Zeit zwei Wochen geplant hatte, weil er über Weihnachten arbeite. Doch dieser Urlaub finde nicht mehr statt. (cao)

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