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Winterrieden

19.01.2021

Arbeiten an der Turnhalle und neue Energieberatung in Winterrieden

Zum Jahresbeginn wurde im Winterrieder Rathaus eine Energieberatungsstelle etabliert.
Foto: Claudia Bader

Plus Turnhallen-Sanierung, neue Bauplätze, Klimaschutz: Was die Gemeinde Winterrieden in diesem Jahr beschäftigen wird.

Im Frühjahr soll es endlich so weit sein: Nach derzeitigem Planungsstand können die ersten Bauarbeiten für die von langer Hand geplante Sanierung der Winterrieder Turn- und Festhalle samt Anbau starten. „Nach endlos erscheinenden 16 Monaten wurde unser Bauantrag endlich genehmigt“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Mayer. Im Dezember habe die Gemeinde einen Förderantrag im Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) eingereicht. Jetzt hoffe man auf eine baldige Zusage, damit die Leistungen ausgeschrieben werden können. Die Dauer der Bauarbeiten schätzt Mayer auf mindestens drei Jahre. Und auch auf weitere Fortschritte blickt der Bürgermeister.

Nahwärmenetz: In Sachen Klimaschutz sei die Gemeinde im vergangenen Jahr einen guten Schritt vorangekommen, freut sich Mayer. Innerhalb von sechs Monaten habe die Firma Ruef Nahwärme das bisher umfangreichste Klimaschutzprojekt im Dorf umgesetzt. Im Zuge des ersten Bauabschnitts wurden mehr als 60 Haushalte an das neue Nahwärmenetz angeschlossen. Die Heizenergie stammt aus der Abwärme einer örtlichen Biogasanlage und von Hackschnitzeln, die überwiegend aus dem Gemeindewald stammen. „Durch den Wegfall vieler Ölheizungen in privaten Häusern und in der Mehrzweckhalle kommen wir unserem Ziel, den CO2-Ausstoß innerhalb der Gemeinde zu verringern, einen großen Schritt näher“, sagt Mayer. Sein Dank gilt der Familie Ruef und allen am Bau Beteiligten für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit.

Energieberatungsstelle: In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Bayern und dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (Eza) wurde zum Jahresbeginn im Winterrieder Rathaus eine Energieberatungsstelle etabliert. Diese bietet allen Bürgern aus der Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen und der Region die Möglichkeit, sich detailliert und kostenlos zum Thema Energie beraten zu lassen.

Kinderbetreuung: Wegen steigender Geburtenzahlen komme die Gemeinde nicht umhin, das Kindergartengebäude weiter auszubauen und einzelne Räume umzustrukturieren. Um die Kinderbetreuung weiterhin zu gewährleisten, wurden im Frühjahr 2020 die erforderlichen Planungen und ein Brandschutzgutachten in Auftrag gegeben.

Bauplätze: Laut Bürgermeister bleibt die Nachfrage Ortsansässiger nach Bauplätzen ungebrochen hoch. Leider gestalte sich die Suche nach geeigneten Baugrundstücken nach wie vor sehr schwierig: „Entweder stehen Flächen nicht zum Verkauf oder es sprechen rechtliche beziehungsweise technische Kriterien gegen eine Bebauung“, bedauert Mayer: „Trotz aller Schwierigkeiten sind wir bestrebt, den Bedarf in naher Zukunft zu decken.“

Straßenbau: Im Herbst wurden die Wirtschaftswege „Birkstaud“ und „Klosterbeurer Äcker“ saniert und mit einer neuen Spritzteerung versehen. Falls es die gemeindlichen Finanzen zulassen, soll auch die Ortsverbindung Reichauer Straße mit einer neuen Decklage saniert werden, informiert der Bürgermeister. Für die Kanal- und Asphaltsanierung in der Rosenstraße liege ein Plan vor und die Ausschreibungen würden vorbereitet.

Feuerwehr: Die im Juli auf der Fahrzeughalle der Feuerwehr installierte PV-Anlage ist an einen Batteriespeicher und ein Notstromaggregat gekoppelt. Damit können Feuerwehrhaus und Rathaus mit bis zu 80 Prozent des selbst erzeugten Stroms versorgt werden.

„Auch im Jahr 2021 werden die Aufgaben für die Verwaltung und den Gemeinderat nicht weniger“, sagt Bürgermeister Mayer. Deshalb bittet er die Bürger weiterhin um Unterstützung im Sinne eines fairen Miteinanders.

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