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Fellheim

22.09.2019

Ausbau der Fellheimer Ortsdurchfahrt hat begonnen

Die südliche Ortsdurchfahrt in Fellheim ist gesperrt. Der Asphaltbelag wurde bereits abgefräst.
Bild: Armin Schmid

In Fellheim gibt es wieder eine große Baustelle. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen.

Der Ausbau der Fellheimer Ortsdurchfahrt im Bereich der Memminger Straße hat begonnen. Nachdem die Kirchdorfer Straße wieder befahrbar ist, rückt nun die nächste, große Baustelle mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen in den Mittelpunkt. Bürgermeister Alfred Grözinger (Fellheimer Liste) teilt auf Anfrage mit, dass die südliche Ortsdurchfahrt Zug um Zug ausgebaut wird. Der neue Bauabschnitt reicht vom Gasthaus Adler bis zum Kirchweg.

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Der Vorteil dieser Variante liege darin, dass Kirche und Synagoge vorerst verkehrstechnisch von Süden her noch erreichbar sind. Ziel ist es, diesen Straßenabschnitt bis zum Wintereinbruch soweit herzustellen, dass er wieder befahrbar ist. Der nächste Bauabschnitt vom Kirchweg in Richtung südliches Ortsende soll dann ab Frühjahr 2020 in Angriff genommen werden. Die Gesamtkosten für den Ausbau der Staatsstraße 2031 liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Das Staatliche Bauamt trägt einen Anteil in Höhe von 341000 Euro. Rund 771000 Euro wird die Gemeinde Fellheim beisteuern müssen. Abgemildert wird dies durch einen Zuschuss des Amts für ländliche Entwicklung. Die Dorferneuerungsmaßnahme soll laut Bürgermeister mit rund 476 000 Euro gefördert werden. Die Ausbaustrecke ist mehr als 600 Meter lang.

Bedeutung des ehemaligen Judenviertels soll hervorgehoben werden

Bürgermeister Grözinger betont, dass im Zuge des Straßenausbaus das historische Judenviertel hervorgehoben werden soll. Gehwege und Randbereiche in der Nähe der Ehemaligen Synagoge sollen daher hochwertige Pflasterungen erhalten. Im Prinzip könnte eine Art Platzcharakter geschaffen werden. Die Pflasterungen mit Granitstein sollen zudem auch die geschichtliche Bedeutung der ehemaligen Judensiedlung für Fellheim optisch deutlich machen.

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Die Fahrbahnbreite wird im Bereich des ehemaligen Judenviertels auf sechs Meter reduziert. Eine Verkehrsinsel am südlichen Ortseingang wird etwa 35 000 Euro in Anspruch nehmen. Der rund 40 Meter lange Fahrbahnteiler soll künftig für eine Verkehrsberuhigung am südlichen Ortseingang sorgen und eine sichere Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger schaffen. Autofahrer fahren dem Bürgermeister zufolge an dieser Stelle bislang oft mit hoher Geschwindigkeit in den Ort hinein.

Die Wasserleitung samt der Hausanschlüsse wird ebenfalls saniert. Die Leitungsanschlüsse für den Abwasserkanal müssen zudem instandgesetzt werden. Das Oberflächenwasser wird künftig über Rigolen versickern und muss nicht mehr zur Kläranlage nach Heimertingen gepumpt werden. Alfred Grözinger meint, dass sich dadurch auch die Abwassermenge spürbar reduziert.

Der erste Bauabschnitt ist bereits beendet. Es handelte sich dabei um den Ausbau der Kreuzung Staatsstraße/Booser Straße auf einer Länge von 150 Metern. Nach Angaben des Bürgermeisters bleibt der zentrale Kreuzungsbereich auch während des Ausbaus der nördlichen Ortsdurchfahrt befahrbar. Somit könnten Anlieger und Pendler während des gesamten Zeitraums über die Kirchdorfer Straße und die Illerbrücke ins benachbarte Baden-Württemberg fahren.

Die Umleitungsstrecke führt von Boos über Niederrieden nach Heimertingen beziehungsweise in die andere Richtung.

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