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Babenhausen

13.04.2018

Babenhauser an der Weltspitze

So sehen Sieger aus: der Babenhauser Mittelschullehrer Ronny Endraß mit der Urkunde.

Mittelschullehrer holt sich mit seinem Team Bronze in der Championsleague. Das bedeutet aber wohl das Ende seiner internationalen Laufbahn.

Der Babenhauser Mittelschullehrer Ronald „Ronny“ Endraß sorgt weiterhin für Furore in der internationalen Keglerszene. Er holte sich kürzlich mit seinem Team beim KC Schwabsberg überraschend Bronze bei der Championsleague. Mit dem Europapokalsieg im „Ninepin Bowling Classic“ (NBC) im vergangenen Jahr (wir berichteten) hatten sich seine Kameraden und er für die Championsleague qualifiziert, an der die 16 weltweit besten Mannschaften teilnehmen. Überraschend kämpfte er sich mit ihnen in die „Final Four“ (deutsch: die letzten Vier). „Es war unsere dritte Teilnahme an der Championsleague. Bisher sind wir immer in der ersten Runde ausgeschieden“, sagt Endraß.

Und auch heuer schien die Hürde zum Auftakt zu hoch, war doch der Gegner der rumänischen Meister. Doch die Mannschaft sicherte sich sowohl zu Hause, als auch in Rumänen, einen Sieg. Im Viertelfinale wartete dann der amtierende Weltpokalsieger und gleichzeitig ungarische Meister. „Wir haben uns da nicht viel ausgerechnet und waren klarer Außenseiter“, erzählt Endraß. Das Spiel in Ungarn endete mit einer 6:2-Niederlage. Völlig überraschend war der Heimsieg in gleicher Höhe. Durch das bessere Satzverhältnis zog Endraß’ Team zum ersten Mal in die „Final Four“-Runde ein.

Dieses Turnier fand in Bamberg statt. Im Halbfinale war der slowakische Meister Zeleziarne Podbrezova der Gegner. „Hier haben wir einen ganz schwachen Tag erwischt und sind verdient mit 1:7 ausgeschieden. Ich bin für 60 Wurf eingewechselt worden und hab es recht ok gemacht“, resümiert Endraß. Nach seinen Worten war danach die Stimmung recht geknickt. „Wir waren völlig chancenlos und sind genau wie der Außenseiter aufgetreten, der wir ja auch waren“.

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Auch im Spiel um Bronze war die Truppe um Ronny Endraß nur Außenseiter, lautete doch der Gegner Alabardos Szegedi aus Ungarn. Dieser Verein hatte in den vergangenen acht Jahren viermal die Championsleague gewonnen. Doch von Anfang an entwickelte sich eine spannende Partie. Endraß sprach von einem Gänsehautfeeling, da die Zuschauer tolle Unterstützung geleistet hätten. Nicht zuletzt deshalb siegte das Team mit 6:2 bei 12:12 Satzpunkten und gerade mal zehn Kegeln Vorsprung. „Jetzt sind wir offiziell die drittbeste Mannschaft der Welt“. Sieger der Championsleague wurde das slowakische Team, gegen die Mannschaft um Ronny Endraß im Halbfinale keine Chance hatte.

Doch einen Wermutstropfen hatte der Erfolg. Konkurrenten wurden auf den KC Schwabsberg aufmerksam und warben drei Spieler ab. Endraß bleibt dem Verein treu. Gleichzeitig ist ihm klar, dass die Mannschaft ein neues Gesicht bekommt und internationale Starts der Vergangenheit angehören. Allerdings lautet sein Fazit: „Unseren Erfolg nimmt uns keiner mehr.“

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