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Bellenberg

14.01.2020

Bellenberg muss keinen neuen Kredit aufnehmen

Wasserwart Thomas Häfer beim Hochbehälter in Bellenberg.
Bild: R. Langhans

Zwei große Bauprojekte will die Kommune in diesem Jahr angehen. Die Kämmerin kalkuliert vorsichtig.

Große Projekte und dennoch keine neuen Schulden – das hat sich der Gemeinderat Bellenberg für dieses Jahr vorgenommen. Bei den nötigen Haushaltsvorbesprechungen gab es Zustimmung für das von Kämmerin Verena Miller ausgearbeitete Zahlenwerk. In der nächsten Sitzung soll es beschlossen werden. Der Verwaltungshaushalt umfasst in den Ein- und Ausgaben 9,35 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von sechs Millionen Euro.

Kaum ist die Lindenschule fertiggestellt, richten die Gemeinderäte ihr Augenmerk auf die nächsten Großprojekte: Der marode Wasserhochbehälter soll durch einen Neubau samt zusammenhängender Versorgungsleitungen ersetzt werden. Das Vorhaben soll heuer umfassend geplant und der Hochbehälter nächstes Jahr gebaut werden. Das mehr als zwei Jahre beanspruchende Projekt hat die Kämmerin auf insgesamt 1,72 Millionen Euro veranschlagt. Auch die Sanierung des Quartiers Kirchplatz beginnt. Dort sollen Kanal- und Wasserleitungen erneuert werden. Die auf zwei Jahre angelegte Maßnahme soll insgesamt etwa 1,23 Millionen Euro kosten.

Dank hoher Gewerbesteuereinnahmen und des zügigen Verkaufs des Grundstücks, auf dem das überflüssig gewordene Asylheim steht, braucht die Kommune heuer keinen neuen Kredit aufzunehmen. Der Schuldenstand beträgt Ende des Jahres 2020 voraussichtlich 2,3 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt damit bei 510 Euro, Anfang 2018 waren es noch 815 Euro. Nun liegt die Zahl wieder unter dem Landkreisdurchschnitt.

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Die Voraussetzungen dazu zeichneten sich im Vorjahr ab, wie die Kämmerin darlegte. Dank Schlüsselzuweisungen von 521000 Euro werde mit einer Zuführung von 876547 Euro vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt gerechnet. Damit werde die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzuführung erreicht. Dank der guten Einnahmen von 2019 errechne sich ein voraussichtlicher Überschuss von 4,5 Millionen Euro, der nun dem Haushalt 2020 zugute komme.

Die Finanzplanung für 2020 erfolgt dennoch vorsichtig. Positiv ist der Anstieg der Steuerkraft. Doch diese, zusammen mit der Umlagekraft, bewirkt, dass im Vergleich zum Vorjahr (521000 Euro) die Schlüsselzuweisungen mit etwa 370000 Euro geringer ausfallen. Die Kreisumlage steigt im Vorjahresvergleich (2,25 Millionen Euro) auf 2,47 Millionen Euro.

Die Entwicklung der Gewerbesteuer sei stets ein Unsicherheitsfaktor, so die Kämmerin. 2018 habe sich der Rückgang durch einen höheren Hebesatz ausgleichen lassen, 2019 seien die Gewerbesteuern geflossen. Heuer kalkuliert Miller mit 1,5 Millionen Euro. Der Einkommenssteueranteil der Gemeinde wird auf 3,38 Millionen Euro geschätzt. Die Kämmerin kalkuliert für 2021 mit einer Zuführung von 118007 Euro an den Vermögenshaushalt, die unterhalb der gesetzlichen Vorgabe liegt. Dies liege an der geringen Schlüsselzuweisung wegen der guten Gewerbesteuereinnahmen von 2019. Auch die höhere Kreisumlage gelte es 2021 zu verkraften.

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