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Versammlung

10.06.2016

Demo gegen Wasserkraftwerke geplant

An dieser Solschwelle in der Iller bei Dietenheim soll ein Wasserkraftwerk gebaut werden.
Bild: Ulrich Krafczyk

Kundgebung soll am 2. Juli an der Illerbrücke stattfinden. Auch das Thema Hochwasser bereitet der Fischereigenossenschaft Untere Iller derzeit Sorgen

Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung der Fischereigenossenschaft Untere Iller war der Widerstand gegen den Bau von weiteren Wasserkraftwerken in der Iller. Der Vorsitzende Wolfgang Höß betonte im Landgasthaus Fischer, dass der Protest gegen dieses Vorhaben unvermindert fortgesetzt werde. Zur aktuellen Situation meinte Höß, dass abgewartet werden müsse, ob das erste Wasserkraftwerk im Illerabschnitt bei Dietenheim genehmigt werde.

Gleichzeitig sind die Mitglieder der Fischereigenossenschaft und der Fischereivereine nicht untätig. Der stellvertretende Vorsitzende Dietmar Wagner gab bekannt, dass eine Großdemonstration geplant ist. Am Samstag, 2. Juli, um 16.30 Uhr wird es im Bereich der Illertisser Illerbrücke eine Demo mit Kundgebung der Interessengemeinschaft „Naturraum Iller“ geben, die sich für eine Renaturierung der Iller und gegen weitere Kraftwerke einsetzt.

Laut Höß sei es wichtig, die Bevölkerung breitflächig zu informieren und miteinzubinden. Parallel dazu werden rechtliche Schritte geprüft und immer konkreter. Der Vorsitzende erläuterte, dass die Vorbereitungen für eine mögliche Klage gegen das erste Wasserkraftwerk bereits in Gang gesetzt worden seien.

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Aktuell bereitet den Fischern auch das Thema Hochwasser Sorgen. Durch die Wassermassen werde die Fischpopulation stark beeinträchtigt. Höß ist der Ansicht, dass die Iller auf ihrer ganzen Länge zwischen Ulm und Oberstdorf ganzheitlich betrachtet und renaturiert werden müsse.

Fischereifachberater Dr. Oliver Born referierte über den Sachstand bereits durchgeführter Renaturierungsmaßnahmen an der Iller. Demnach seien im Bereich von Fischen und beim Seifener Becken bereits Erfolge sichtbar. Dem Fischbestand habe dies jedoch bislang wenig gebracht. Da die Iller für die Fische nicht durchgängig ist, habe sich der Fischreichtum im oberen Bereich der Iller nicht sonderlich verbessert.

Weitergehen soll auch die Renaturierung der unteren Iller. Die Planungen für den nächsten Illerabschnitt im Bereich Illerzell und Ay liefen bereits. Der Geschäftsführer Norbert Frank machte deutlich, dass der Fischbestand in der Iller derzeit mehr durch den Gänsesäger als durch den Kormoran bedroht wird. Dies habe sich auch beim Fischbesatz gezeigt.

Der Vorstand der Fischereigenossenschaft Untere Iller wurde während der Mitgliederversammlung weiter verstärkt: Holger Plangl wurde durch einstimmiges Mitgliedervotum ins Führungsgremium berufen.

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