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Winterrieden

27.02.2020

Diese Investitionen stehen heuer in Winterrieden an

Die Winterrieder Turn- und Festhalle soll saniert werden.
Bild: Florian Holley

Die Sanierung der Turnhalle soll bald beginnen – doch die Genehmigung fehlt.

Seit fast einem Jahr liegt der Bauantrag für die Sanierung der Turn- und Festhalle beim Landratsamt. Ein Jahr lang stehe die Gemeinde in den Startlöchern für dieses dringliche Projekt, sagt Bürgermeister Hans-Peter Mayer. Doch: „Erst wenn die Immissionsschutz-Berechnungen für den angrenzenden Hallen-Parkplatz zufriedenstellend verlaufen sind, können wir mit einer Genehmigung rechnen.“ Dann könne man die Zuschussanträge stellen, die Ausschreibungsverfahren angehen und die bereits im Jahr 2019 bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 750000 Euro in das vorrangige Bauvorhaben investieren.

Neben der Hallensanierung hat die Gemeinde viele weitere Projekte im Haushaltsplan 2020 vorgesehen. Nachdem der Gemeinderat den Etat samt Finanzplan bereits in nicht öffentlicher Sitzung behandelt hatte, wurde er kürzlich von Kämmerin Angela Zobel erläutert und vom Gremium einstimmig verabschiedet. Das Gesamtvolumen des Etats ist mit rund 4,1 Millionen Euro angesetzt und damit deutlich höher als 2019.

Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten ausweist, umfasst laut Plan fast 1,9 Millionen Euro. Er finanziert sich vorwiegend aus dem Gemeindeanteil an der Einkommens- und Lohnsteuer (547900 Euro), Schlüsselzuweisungen (264800 Euro) und der Gewerbesteuer (250000 Euro). An Ausgaben sind im Verwaltungshaushalt die Kreisumlage (443400 Euro), die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Babenhausen (88400 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (34700 Euro) aufgeführt.

Diese Investitionen stehen heuer in Winterrieden an

Der Vermögenshaushalt, der das Geld für Investitionen wie zum Beispiel Grundstückskäufe bereithält, sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2,25 Millionen Euro vor. Neben der Hallensanierung wird die Gemeinde heuer auch Geld in viele weitere Projekte investieren. Als große Brocken stehen im Baugebiet Gänsberg der Abwasserkanal mit 486000 Euro sowie die Herstellung der Straße mit 360000 Euro an. 179000 Euro sind außerdem für Regen- und Schmutzwasserkanal samt Hausanschlüssen, 108000 für Wasserversorgung sowie 35000 Euro für die Straßenbeleuchtung in diesem Gebiet eingeplant. Für den Erwerb von Bauland werden 400000 Euro bereitgestellt.

Zur Sanierung der Mauer um die Pfarrkirche St. Martin steuert die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 15000 Euro bei. Der Anschluss des gemeindlichen Kindergartens an die künftige Nahwärmeversorgung wird voraussichtlich mit 30000 Euro zu Buche schlagen. 20000 Euro werden in die Installation einer Fotovoltaikanlage auf das Rathausdach investiert sowie 10000 Euro in den Kauf einer Kehrmaschine für den Bauhof. Die Halle bei der Kläranlage soll mit einem Boden ausgestattet werden, der rund 10000 Euro kostet. Die Nachrüstung des Wasserwerks wird mit einem Haushaltsrest in Höhe von 8000 Euro finanziert. Außerdem ist im Vermögenshaushalt eine ordentliche Kredittilgung in Höhe von 64700 Euro vorgesehen. 505400 Euro sind als Zuführung zu den allgemeinen Rücklagen eingeplant.

Zum Jahresende 2019 ist der Schuldenstand der Gemeinde auf 370000 Euro gesunken. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 391 Euro, was deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt, der zum Beispiel 2017 558 Euro betrug.

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