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Feierstunde

23.04.2015

Ehre für Ehrenamtliche

Für ihr jahrzehntelanges Engagement hat Landrat Thorsten Freudenberger bei einer Feierstunde im Neu-Ulmer Landratsamt zahlreiche Feuerwehrleute ausgezeichnet.
Bild: Wilhelm Schmid

Landrat Thorsten Freudenberger zeichnet Feuerwehrleute für ihr jahrzehntelanges Engagement aus

Virtuose Musik der beiden Schülerinnen Elena Renz (Klavier) und Maria Görthofer (Sopransaxofon) vom Weißenhorner Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium bot den festlichen Rahmen für die Ehrungsfeier langjährig aktiver Feuerwehrleute im Landratsamt Neu-Ulm.

Sie waren mit ihren Bürgermeistern und Kommandanten in den großen Sitzungssaal gekommen, um das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern Erster Klasse in Gold für 40 oder Zweiter Klasse in Silber für 25 Jahre Feuerwehrdienst entgegen zu nehmen.

Landrat Thorsten Freudenberger versicherte in seiner Begrüßung, dass es stets zu seinen angenehmsten Aufgaben gehöre, solche Ehrungen vorzunehmen und dass er seit seinem Amtsantritt vor einem knappen Jahr sehr erfreut sei, fast jeden Tag im Rahmen seiner Tätigkeit ehrenamtlich wirkenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu begegnen. Eine besondere Rolle, so der Landrat, spielten hierbei die Feuerwehrleute, wobei er sich allerdings frage, ob die Bürgerinnen und Bürger, die von Gefahren- und Notsituationen verschont blieben, die Tätigkeit der Feuerwehr nicht allzu selbstverständlich nähmen.

Dabei sei dies beileibe nicht so, wenn nahezu dreitausend Frauen und Männer im freiwillig übernommenen Ehrenamt ihre Kräfte für den Schutz des Mitmenschen einsetzten und dabei oft sogar ihre Gesundheit oder ihr Leben riskierten. Deshalb sei die Verleihung des staatlichen Ehrenzeichens „das Mindeste, was wir passiven Nur-Steuerzahler diesen couragierten Männern und Frauen der entschlossenen Tat schulden“.

Bürgermeister Jürgen Eisen, Illertissen, schloss sich als Sprecher seiner zahlreich gekommenen Amtskollegen an und zitierte Oliver Hassencamp mit den Worten: „Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus.“ Eisen sprach ferner hohe Anerkennung für die umfangreichen Opfer an Freizeit aus, die von den Feuerwehrleuten erbracht würden. Er sehe oft von seinem Amtszimmer aus, wie viel Zeit im nahen Gerätehaus auch bei Übungen oder nach Einsätzen erforderlich sei, um die Ausrüstung wieder einsatzklar zu machen. Umso mehr gelte sein Dank namens aller Bürgermeister den Leuten, die diese anspruchsvolle Tätigkeit über 25 oder gar 40 Jahre ehrenamtlich ausübten.

Einsätze fräsen sich ins Bewusstsein ein

Kreisbrandrat Bernhard Schmidt, Illertissen, ging in seinem Grußwort von der Germanwings-Katastrophe aus, die von Feuerwehrleuten aus Sicht der Retter betrachtet werde, wobei sich solche Ereignisse wie auch große Einsätze im eigenen Umfeld „ins Bewusstsein einfräsen“.

Wer angesichts dessen 25 oder gar 40 Jahre Feuerwehrdienst leiste, „zeichnet sich durch eine aktive Lebensauffassung aus“ und sei lebender Beweis dafür, dass der Staat darauf vertrauen könne, „dass Bürger den Sinn der öffentlichen Sicherheit als ihre eigene begreifen“. Mit dem Dante-Zitat „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt“ leitete der Kreisbrandrat zur Vergabe der Ehrenzeichen über, wobei er auch seinen eigenen Bruder mit ehren durfte.

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