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05.06.2009

Ein Jahr mit den Bienen

Bellenberg Wie entsteht eigentlich Honig? Was muss man dafür tun? Und warum stechen männliche Bienen nicht? Das sind Fragen, die vier Schüler aus der Lindenschule in Bellenberg inzwischen beantworten können - dank ihres "Honigjahrs".

Phillip Neskowic, Julian Gold, Andreas Kaiser und Max Ebhard, Schüler der dritten und vierten Klasse, haben sich für dieses Projekt entschieden: Sie schauen den Imkern des Bellenberger Imkervereins einmal wöchentlich über die Schulter und unterstützen sie.

Auf der Suche nach Kursleitern

"Für das Bildungsnetz Lindenschule, bei dem wir unterschiedliche Aktivitäten wie Schach, Theater oder auch Badminton, anbieten, sind wir immer auf der Suche nach neuen Kursleitern", erklärt Rektorin Christine Zimmerhackl. "So entstand die Kooperation mit dem Imkerverein."

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Lothar Daiber, Vorsitzender des Imkervereins, und seine Mitglieder waren von der Idee überzeugt. "Für uns ist es auch wichtig, dass wir Kinder und Jugendliche für das Imkerwesen begeistern können. So lernen sie etwas über die Honiggewinnung und bleiben vielleicht dabei", sagt Daiber. Sichtlich begeistert über das Projekt unterstützen die Buben Lothar Daiber bei der Arbeit, stellen Fragen und lernen so - ganz hautnah - wie der Honig überhaupt in die Gläser gelangt. "Wenn der Löwenzahn und einige Obstbäume blühen, dann geht's los" erklärt Daiber. "Bei Temperaturen zwischen zwölf und 14 Grad fliegen die Bienen aus."

Und Gerhard Abt, ebenfalls Imker in Bellenberg, meint: "Wenn der Raps voll blüht brauchen die Bienen rund ein bis zwei Wochen, dann ist ein Magazin voll." Die mit Honig gefüllten Wabenmagazine müssen mit Schutzausrüstung von den Bienen befreit werden: Mit einer Feder werden sie sanft von den Waben herunter gestrichen. Anschließend werden die Magazine dann zum Honigschleudern abtransportiert.

Ganz eifrig erklären die vier Buben ihrer Lehrerin Christine Zimmerhackl, warum sie Bienen-Drohnen auf den Händen halten können: "Die männlichen Bienen, die Drohnen, haben keinen Stachel und können nicht stechen!"

Bevor der Honig geschleudert, gesiebt und in Gläser gefüllt werden kann, muss jede einzelne Wabe noch mit einem speziellen Kamm vom Bienenwachs befreit werden. Vorsichtig lösen die Schüler unter Anleitung Daibers das Bienenwachs.

Frischer Honig für Zuhause

Jeder der fleißigen Helfer darf nach dem Schleudern und Abfüllen ein Glas mit frischem Honig nach Hause nehmen. Die jungen Imkeranwärter wissen, warum die Arbeit ihnen so viel Spaß macht: "Bienen sind etwas Wichtiges. Sie bestäuben die Pflanzen und produzieren für uns Nahrung", meint Andreas. "Und sie sind einfach schön!"

Wenn die Lehrzeit nach diesem Jahr zu Ende ist, beginnen für die vier Buben die "Herrenjahre": Sie dürfen sich als eigenständige Imker üben und bekommen zwei Bienenschwärme, die sie - natürlich unter Anleitung und Hilfestellung der erfahrenen Imker - selbst betreuen dürfen.

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