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Babenhausen

04.12.2017

Ein Konzert mit zwei Überraschungen

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2 Bilder
Nach neunjährigem Wirken gab Dirigent Klaus Weiß den Taktstock der Musikkapelle Babenhausen ab. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.
Bild: Claudia Bader

Eine Reise durch die Welt der Filmmusik haben die Musikkapellen aus Babenhausen und Weinried beim gemeinsamen Jahreskonzert geboten. Dabei gab es gleich zwei Neuigkeiten.

Augen zu, Ohren auf: Wer als Besucher beim Jahreskonzert der Musikkapelle Babenhausen nach diesem Motto verfuhr und sich zurücklehnte, machte alles richtig. Nämlich unter dem Motto „Filmmusik“ einen musikalischen Höhepunkt nach dem anderen zu genießen. Gleichzeitig überraschte das Konzert mit zwei Veränderungen: Während Dirigent Klaus Weiß nach neunjährigem Wirken den Taktstock abgab, präsentierte sich die als Gastkapelle mitwirkende Weinrieder Blasmusik erstmals ganz offiziell mit der neuen Dirigentin Julia Miller.

Mit dem bekannten Marsch „Mens Sana in Corpore Sano“ setzten die Gäste einen schwungvollen Auftakt, ehe sie mit den „Alpine Inspirations“ von Martin Scharnagl in die vielfältige Schönheit der Bergwelt entführten. Mit „The Baron of Dedem“ von Carl Wittrock kündigte Rita Maier, die souverän durch das Programm führte, ein facettenreiches Werk an, das ein Stück niederländische Geschichte akustisch aufleben ließ.

Mit der spannungsvollen Musik „La Storia“ von Jacob de Haan luden die Weinrieder Musikanten die Zuhörer ein, sich an jenem Abend ihre eigene Geschichte zu erträumen. Unter souveräner Leitung von Julia Miller präsentierten sich in der „80er Kult(tour)“ sämtliche Register des Blasorchesters voll bei der Sache. Das von Thiemo Kraas aus bekannten Hits der Ära der Neuen Deutschen Welle wie „Skandal im Sperrbezirk“, „Tausend und eine Nacht“, „Sternenhimmel“ und „Rock me Amadeus“ zusammengestellte Medley konnte Pep und Schwung versprühen. Mit dem Marsch „Tiroler Adler“ bedankte sich die Weinrieder Blasmusik für den anhaltenden Applaus.

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Mit Fanfarenklängen und dem flotten „Colonel Bogey“ servierte die Musikkapelle Babenhausen einen effektvollen Auftakt für ihre Reise in die Welt der Filmmusik. Sie gab mit „The Phantom Menace“ Einblick in die Tiefen des Star-Wars-Universums und führte mit „Lord of the Rings“ ins fantastische Land Mittelerde. Die klangliche Beschreibung der wichtigsten Personen oder wesentlichen Episoden führte die Zuhörer mitten ins Geschehen und stellte hohe Anforderungen, die das Orchester glänzend meisterte. Auch im mitreißenden Soundtrack „Moment for Morricone“ zeigte sich die Disziplin der Musiker: Konsequent überließen die jeweils anderen Bläsergruppen der melodieführenden den Vortritt, nahmen sich soweit zurück, dass eine imponierende, klangliche Transparenz entstand.

Einen effektvollen Kontrast im Programm bildete der Soundtrack des schwedischen Films „Singen wie im Himmel“, den Sängerin Kerstin Lonsinger ausdrucksstark zum gefühlvollen Erlebnis machte – ebenso wie bei dem Lied „My Heart will Go On“ aus dem Film Titanic. Der als zweite Zugabe intonierte Marsch „Alte Kameraden“ schuf einen beschwingten Rhythmus, um die Zuhörer nach Hause zu begleiteten.

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