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Geburtstag Valentin Mayer kennt sich nicht nur in Jedesheim

13.04.2015

Ein Zeitzeuge wird 95

95 Jahre alt und munter wie eh und je: Unser Bild zeigt (von links) den Illertisser Bürgermeister Jürgen Eisen, den Jubilar Valentin Mayer und den stellvertretenden Landrat Roland Bürzle.
Bild: Armin Schmid

aus

Wenn Valentin Mayer zu erzählen beginnt, dann hat er immer interessante Begebenheiten parat. So war das auch an seinem 95. Geburtstag. Der Jubilar hat sich der Historie des Ortes Jedesheim verschrieben und kennt den Illertisser Ortsteil wie kaum ein anderer.

Wenn man ihn nach seinem Gesundheitszustand fragt, sagt er, dass es ihm ganz gut gehe. Und das kann man nur unterstreichen. Gewandt und mit wachem Verstand betätigte sich der 95-Jährige als guter Gastgeber, Moderator und gefeierter Mittelpunkt inmitten einer illustren Runde von Geburtstagsgratulanten.

Rund 60 hochkarätige Auszeichnungen hat Valentin Mayer für sein vielfältiges Engagement und Lebenswerk erhalten. Darunter sind das Verdienstkreuz am Bande und das Verdienstkreuz 1. Klasse. „Valentin Mayer ist ein Urgestein der Kommunalpolitik“, betonte stellvertretender Landrat Roland Bürzle. Von 1966 bis 1978 war er Bürgermeister von Jedesheim und gehörte von 1966 bis 1996 dem Kreistag an. Ohne seine Initiative wäre das Müllheizkraftwerk in Weißenhorn unter Umständen nicht gebaut worden. Erst die Gründung einer Ausschussgemeinschaft durch Valentin Mayer und zwei Mitstreiter machte den Weg für das Vorhaben frei.

An Aktualität hat auch eine Initiative Valentin Mayers aus der Zeit des Autobahnbaus nichts verloren. Ganz beiläufig erzählt er, dass er es als einfacher Landwirt geschafft habe, einen Verkehrsminister nach Jedesheim zu holen, um zu erläutern, dass die Autobahnauffahrten falsch angesiedelt seien. „Die bestehenden Verkehrsprobleme an der Auffahrt in Vöhringen und die Diskussion um die Planung für den geplanten neuen Autobahnanschluss bestätigen dies“, fügte Roland Bürzle an.

Als noch verbliebener Zeitzeuge und aktiver Kriegsteilnehmer der Jahre 1940 bis 1945 berichtet er lebhaft vom Russlandfeldzug. „Sechs Stunden war ich in russischer Kriegsgefangenschaft, doch es hat mir nicht gefallen“, berichtete der Jubilar mit einem Augenzwinkern und fügte an, dass er geflüchtet sei und sich unter Lebensgefahr zu seinen Kameraden durchgeschlagen habe.

Sein jüngstes Werk, das Jedesheimer Geschichtsbuch, hat er im Alter von über 90 Jahren begonnen und erst vor wenigen Wochen fertiggestellt. (sar)

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