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Engagement hängt nicht vom Geschlecht ab

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Kommentar Von Felicitas Macketanz
10.11.2018

Warum sich Frauen mehr trauen sollten - und Männer auch.

Das schwache Geschlecht – diese Formulierung für Frauen trifft in keinem Fall zu. Schon gar nicht in Zeiten, in denen Frauen in der Weltpolitik mitbestimmen, in denen sie Unternehmen führen und dort Mitarbeitern eine Perspektive bieten. Frauen arbeiten bekanntermaßen genauso hart wie Männer. Auch sie machen Überstunden und versorgen Familien. Dennoch werden sie oft unterschätzt.

Vielleicht deshalb, weil sich Frauen selbst gerne kleiner machen als sie sind – vor Vorgesetzten, Kollegen oder Freunden. Ein Grund dafür sind veraltete Rollenbilder, die sich in so manchem Kopf noch herumtreiben. Und manchmal fehlt auch der Mut, den entscheidenden Schritt zu wagen: Beispielsweise einer Organisation beizutreten, die vorwiegend aus Männern besteht. Ein Beispiel ist die Feuerwehr.

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Diese Einrichtungen unternehmen bereits viel, um neue Mitglieder anzuwerben. Es gibt Tage der offenen Tür, Fahrzeuge werden der Öffentlichkeit präsentiert und Ausflüge zu anderen Wehren unternommen. Dennoch fehlt mancher Frau der Anreiz, warum sie zur Feuerwehr gehen sollte. Oft schrecken schwere Gerätschaften zunächst ab. Hier könnten die Kommunen den Wehren unter die Arme greifen und den Mitgliedern helfen, über ihr Ehrenamt aufzuklären. Und eben auch darüber, dass Engagement nicht geschlechtsspezifisch ist. In der Vöhringer Feuerwehr scheint der Plan aufzugehen: Dort gibt es 15 aktive Frauen – so viele wie in keiner anderen Feuerwehr im Landkreis.

Bremst die Bürokratie unsere Feuerwehren aus?

Dass diese Entwicklung nur von Vorteil sein kann, bestätigt Kreisbrandrat Bernhard Schmidt. Weibliche Feuerwehrler hätten einen anderen Blick auf die Dinge, zeigten sogar mehr Empathie als die überwiegend männlichen Kameraden, sagt er. Schmidts Worte sollten Interessierte ermutigen, sich einer Institution anzuschließen, die auf den ersten Blick als „männertypisch“ angesehen wird. Gleiches gilt für Männer in „frauentypischen“ Bereichen.

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