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Ein pelziger Star

13.05.2012

Feuerwehrmann „Biber“ weckt das Medieninteresse

Großes Medienecho fand der originelle „Maiengruß an den Biber“ der Feuerwehr Illerrieden: Hier interviewt Jenny Kramer-Schack vom Bayerischen Rundfunk Kommandant Thomas Lambacher vor dem „Biberdenkmal“ für die Hörfunksendung „Mittags in Schwaben“.
Bild: Wilhelm Schmid

Der Maiengruß der Feuerwehr Illerrieden an ihren tierischen Helfer hat weite Kreise gezogen

 „Der Bericht hat ein sensationelles Medieninteresse losgetreten; ich hatte in der vergangenen Woche einiges an Pressearbeit zu leisten!“ Thomas Lambacher, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Illerrieden, freut sich mit seinen Kameraden über den gelungenen Gag: Wie die Illertisser Zeitung als erste berichtete, waren sie bei der Brandwache nach dem Großfeuer in einem Holzlager im Illerriedener Industriegebiet „Im Tal“ am Vortag des 1. Mai auf die Idee gekommen, einem Biber einen „Maiengruß“ aufzustellen.

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Dieser hatte nämlich den „Wangener Bach“, der unweit vom Brandobjekt vorbei fließt, so aufgestaut, dass eine schnelle Löschwasserentnahme per Tragkraftspritze möglich war. Wäre der Biberdamm nicht da gewesen, hätte man erst in zeitraubender Arbeit den Bach aufstauen müssen. Der Bericht in unserer Zeitung wurde dann im Landratsamt des Alb-Donau-Kreises an Harald Bloching, den zuständigen Kreisbrandmeister – das entspricht dem bayerischen Kreisbrandrat – gegeben und dieser leitete den Zeitungsausschnitt an seinen Kollegen Hans-Peter Seitz vom „Fachdienst Forst und Naturschutz“ weiter.

Der Naturschutzbeauftragte ist begeistert

Feuerwehrmann „Biber“ weckt das Medieninteresse

Daraufhin zog die „Bibergeschichte“ immer weitere Kreise: „Liebe Biberfreunde, was für eine schöne Nachricht zum Start in den Frühling und in die neue Bibersaison – einfach genial, was ich da über unseren Kreisbrandmeister erfahren durfte“, mailte der Naturschutzbeauftragte seinen Kollegen bis hinauf ins Regierungspräsidium Tübingen und er fügte hinzu: „Der Bach im Ortsteil Wangen (Gemeinde Illerrieden) fließt der Iller zu und ist seit einigen Jahren Bibergewässer. Ich teilte dem Kollegen sodann mit, dass der Biber unser bester ,Mitarbeiter’ für die Feuchtbereiche und wohl in Kenntnis der WRRL ist und diese auch konsequent umsetzt.“ Mit den „WRRL“ sind die Europäischen Wasserrechts-Rahmenrichtlinien gemeint, die in Baden-Württemberg seit 2009 in Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme umgesetzt werden.

Daraufhin wurde Feuerwehrkommandant Lambacher mit Medienanfragen überhäuft und eine Reihe von Reportern wollte den originellen „Maiengruß“ sehen. Vom Südwestrundfunk und vom Bayerischen Rundfunk wurde Lambacher interviewt und Kreisbrandmeister Harald Bloching kommentierte: „Vielleicht wird jetzt der Biber sogar das Maskottchen der Feuerwehr Illerrieden!“

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