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Kirchhaslach

13.06.2017

Geschichte zum Anfassen

Dieter Haugg und Enkel Max sind sichtlich stolz auf die sorgsam gepflegten Oldtimer, von rechts ein NSU 1000 TTS, ein Audi Union Baujahr 1959 und ein 30 PS starker Prinz mit Sonnenblende.

Dieter Haugg aus Kirchhaslach hat eine besondere Leidenschaft: Er ist fasziniert von Oldtimern. Wie viele er davon besitzt und warum er ein großes Problem hat.

Der NSU Prinz 1000 hat es Dieter Haugg angetan. „Bereits als 19-Jähriger besaß ich ein solch besonderes Auto. Es war orange und trug auf der Heckklappe eine Jägermeister-Werbung mit dem imposanten Kopf eines Hirschs“, erinnert sich der 65-Jährige. Leider habe ein Unfall das geliebte Vehikel in Schrott verwandelt. Viele Jahre später hat sich der Kirchhaslacher seinen Jugendtraum aber erfüllt und einen NSU Prinz TT 100 gekauft. Mittlerweile besitzt Haugg acht Oldtimer. „Einer schöner als der andere“, schwärmt er.

Längst ist in dem 65-jährigen die Oldtimerleidenschaft entflammt. „Ich schätze das ursprüngliche Fahrerlebnis und die ungebremste Freude am Steuer. Aber auch die Geschichte und das Design der Automobile von anno dazumal haben es mir angetan“, verrät er.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich Haugg ein edles Stück nach dem anderen geleistet: einen 50 PS-starken schwarzen Audi AUTO Union Baujahr 1959, einen im selben Jahr gebauten Prinz mit nostalgischer Sonnenblende, einen Vierer- und einen Sport-Prinz, ein Fiat Cabrio 850 und einen DKW Junior Deluxe.

Besonders stolz ist Haugg auf einen winzigen Wankel-Sportwagen NSU. „Von dieser Serie wurden nur 3000 gebaut“, weiß er. Zwei nostalgische Roller – eine NSU Lambretta und eine Zündapp Kombinette Baujahr 1957 – außerdem fünf Bulldogs, der älteste Baujahr 1949, sowie eine Kutsche komplettieren die Sammlung – zumindest vorerst.

Denn bei der Unterbringung seiner Schätze ist der Oldtimer-Sammler mittlerweile auf ein Platzproblem gestoßen.

An sonnigen Tagen stehen Dieter Haugg und seine Frau Brigitte manchmal vor der Qual der Wahl, mit welchem ihrer sorgsam instandgehaltenen und regelmäßig auf Hochglanz polierten Schätze sie einen Ausflug unternehmen.

Manche der kostbaren Vehikel werden nur für besondere Anlässe, zum Beispiel Hochzeiten oder Familienfeiern, aus der beschützenden Garage geholt und voller Stolz gefahren. „Solche Erlebnisse lassen das Herz höher pochen und erzeugen ein unglaubliches Gefühl“ schwärmt Haugg: „Man sitzt tiefer, hört den Motor und spürt die Lenkung und die Bremsen, die einen gewissen Kraftaufwand benötigen. Man genießt die Landschaft, die an einem vorbeizieht besonders intensiv und atmet den Duft der Umgebung ein.“

Für ihn und seine Frau geht es bei Ausflügen mit den Oldtimern nicht um den Rausch der Geschwindigkeit – sondern um die pure Leidenschaft am Fahren.

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