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08.07.2010

"Hoch lebe der flinke Finn"

Der zwar schmächtige, aber flinke und kluge Finn steht im Mittelpunkt des bezaubernden Kindermusicals, das die Musikschule Dreiklang in der Weikmannhalle in Au aufgeführt hat. Foto: häum
Bild: häum

Illertissen-Au "Hoch soll er leben, hoch lebe Finn", sangen die 66 Mitwirkenden nach einer fulminanten, musikalischen Stunde in der Josef-Weikmann-Halle in Au, nachdem der Held des Kindermusicals, der kleine, schmächtige Finn den gemeinen Karl besiegt hatte. Die fünf Klassen der musikalischen Früherziehung sowie eine Rhythmik-Klasse hatten zur Matineezeit eingeladen, um dem Publikum die Früchte ihrer diesjährigen Arbeit vorzuführen und sie warteten mit einer äußerst ideenreich und kreativ inszenierten Geschichte auf.

Zur Geschichte: Nur weil er ein ganz besonderes Talent besaß, durfte der kleine Finn mit zur See fahren. Zwiebeln, das Lieblingsgemüse der Wikinger, schälen und schneiden konnte er so schnell wie kein anderer und zwar ohne eine einzige Träne zu vergießen. Da war es natürlich selbstverständlich, dass die Schiffsbesatzung über ihn nur Gutes sang: "Der flinke Finn wird er genannt", nach der bekannten Melodie von "Ein Mann der sich Kolumbus nannt", dabei schälte und schnippelte Finn so schnell und geschickt er nur konnte. Finn aber hatte für sich schon andere Pläne. Er wollte ein richtiger Wikinger, kein Küchenjunge sein, wollte die Segel hoch ziehen oder nach fremden Schiffen Ausschau halten. Bei ihrer Seereise traf die Mannschaft auf den schrecklichsten und stärksten Wikinger der Meere, den "gemeinen Karl". Mit ihm war nicht zu spaßen, wehe wer ihm in die Quere kam.

Nur einer wagt den Kampf mit dem Bösewicht

Als der gemeine Karl Kapitän Albas Schiff kapert und alle gefangen nimmt, wagt es nur Finn sich im Kampf dem Bösewicht zu stellen. Der verhöhnt ihn in dem Lied: "Du bist ein Wicht und klitzeklein" als halbe Portion und kleines Würstchen, hat aber nicht mit Finns Klugheit gerechnet. Während des Kampfes gelingt es Finn frische Zwiebeln in Karls Augen zu reiben, was den gemeinen Piraten außer Gefecht setzt.

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Eine bezaubernde Geschichte von Petra Maria Schmitt hatten die beiden Leiterinnen der Früherziehungsklassen Sabine Schlecker und Cornelia Vogt-Freitag ausgewählt und überaus gekonnt in Szene gesetzt. Angefangen bei dem mit viel Liebe zum Detail angefertigten Bühnenbild, den Kostümen über die mit neuem Text versehenen Lieder war stets die Freude der Lehrkräfte am gemeinsam mit den Kindern Geschaffenen spürbar.

Was so leicht in dieser Stunde von der Bühne kam, ist nur über sehr diszipliniertes und strukturiertes Arbeiten mit den ihnen anvertrauten Kindern möglich. Hierbei vermitteln die Lehrkräfte für die Kleinen der Musikschule Dreiklang nicht nur musikalische Grundkenntnisse, sondern sie leisten auch bestmögliche Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit.

Die "sprechenden Wikinger" waren wacker besetzt, gut verständlich und strahlten große Spielfreude aus. Mit hoher Konzentration und rhythmischem Einfühlungsvermögen begleiteten die Instrumentalisten auf Xylofon und Glockenspiel die Lieder, sodass sich die Sänger immer auf diesem Klangteppich sicher bewegen konnten. Manche Stücke wurden von Musikschuldirektor Ralf Hoffmann am Keybord begleitet, meist unterstützend dabei die prima Rhythmusgruppe. Die einzelnen Szenen liefen perfekt ineinander über, das Publikum verfolgte gespannt Finns mutige Heldentat bis zum begeisterten Applaus.

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