Newsticker

Söder fordert bundesweit einheitliche Regeln für regionale Corona-Gegenmaßnahmen
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. "Hurra - die Schule brennt ... "

25.07.2010

"Hurra - die Schule brennt ... "

Punkt 19.27 Uhr ist die Drehleiter der Babenhauser Wehr ausgefahren, um vom Schuldach gegen die Rauchentwicklung vorzugehen.
3 Bilder
Punkt 19.27 Uhr ist die Drehleiter der Babenhauser Wehr ausgefahren, um vom Schuldach gegen die Rauchentwicklung vorzugehen.

Babenhausen Es ist genau 19.18 Uhr, als wegen einer dicken Rauchwolke auf dem Dach der Haupt- und Realschule Babenhausen Feueralarm ausgelöst wird. "Das zweite Geschoss des Schulgebäudes ist komplett verraucht, neun Personen sind vermisst. Im Chemiesaal im Erdgeschoss muss eine Gasflasche geborgen werden", lautet die Meldung, die glücklicherweise keinen Ernstfall beschreibt, sondern nur für eine Großübung konzipiert wurde.

Bereits acht Minuten später, um 19.26 Uhr, trifft das Mehrzweckfahrzeug (MZF) der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen ein, eine Minute später das Löschfahrzeug LF 16 sowie das Tanklastfahrzeug (TLF 16). Um 19.26 Uhr ist die von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Klosterbeuren gebildete Katastrophen-Unterstützungsgruppe im Inspektionsbereich Nord vor dem Schulzentrum, innerhalb weniger Minuten das Schnelleinsatzzelt aufgebaut. Und nur eine weitere Minute später (19.27 Uhr) ist die Drehleiter der Babenhauser Wehr ausgefahren, um vom Schuldach gegen die Rauchentwicklung vorzugehen. Nachdem das Wasser zunächst aus dem Tanklastfahrzeug gezogen wurde, funktioniert der Anschluss der Schlauchleitungen an die Hydranten um 19.30 Uhr.

Bereits um 19.40 Uhr tragen die Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen den ersten vermissten Schüler aus dem Schulgebäude, um 19.42 Uhr den nächsten sowie Schlag auf Schlag alle weiteren in den verrauchten Räumlichkeiten gesuchten Personen. Aus dem Chemiesaal wurden einige Gasflaschen geborgen. Gegen 20 Uhr ist die Einsatzübung, an der sich knapp 40 Wehrmänner aus Babenhausen und Klosterbeuren beteiligten, beendet. "Da wir die örtlichen Gegebenheiten des Haupt- und Realschulgebäudes bisher noch nicht kannten, war diese Übung für uns sehr wichtig", erklärt Kommandant Roland Schliefer, der den Einsatz vor Ort koordiniert hat.

Zusammenarbeit passt

"Mit der Wärmebildkamera hätten die vermissten Personen schneller gefunden werden können", gibt Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel den Einsatzkräften einen Tipp für den Ernstfall. "Sowohl die Zeit als auch die Kommunikation und Zusammenarbeit der Wehrmänner haben prima gepasst", lobt Kreisbrandmeister Tobias Hiller: "Alle am Einsatz Beteiligten haben hervorragende Leistungen gezeigt."

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren